Die Systeme sind für den Transport schwerer Ketten- und Radfahrzeuge ausgelegt.
Der Technologiekonzern Rheinmetall und der niederländische Spezialanhängerhersteller Nooteboom Trailers B.V. wollen künftig gemeinsam militärische Schwerlast-Aufliegersysteme entwickeln und vermarkten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung sieht die gemeinsame Entwicklung, Industrialisierung und Vermarktung sogenannter Heavy Equipment Trailer (HET) vor.
Mit der Partnerschaft reagieren beide Unternehmen auf den wachsenden Bedarf an militärischen Schwerlasttransportlösungen in Europa. Hintergrund sind umfangreiche Beschaffungsprogramme der NATO sowie die zunehmende Einführung schwerer Rad- und Kettenfahrzeuge, darunter Kampfpanzer, Schützenpanzer und selbstfahrende Haubitzen.
Komplementäre Kompetenzen der Partner
Die Zusammenarbeit verbindet die Erfahrung von Nooteboom im Bau ziviler Schwerlasttransporter mit der militärischen Systemkompetenz von Rheinmetall. Das niederländische Unternehmen gilt als einer der führenden europäischen Hersteller von Spezialanhängern für Nutzlasten von bis zu 200 Tonnen.
Rheinmetall wiederum bringt seine Erfahrung in der Entwicklung militärischer Anhänger und Aufbauten sowie Industriekapazitäten und internationale Marktzugänge ein.
Ergänzung für militärische Transportlösungen
Die neuen Aufliegersysteme sollen insbesondere die Schwerlastzugmaschinen von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) ergänzen. Ziel ist es, komplette integrierte Transportlösungen für militärisches Großgerät anbieten zu können.
Die Systeme sind für den Transport schwerer Ketten- und Radfahrzeuge ausgelegt, darunter auch Berge- und Pionierpanzer.
Produktion in Rumänien geplant
Die industrielle Fertigung der neuen militärischen Schwerlast-Auflieger soll laut Vereinbarung in Rumänien erfolgen. Mit der Kooperation wollen beide Unternehmen ihre Position im Markt für militärische Mobilitätslösungen stärken und gleichzeitig die europäische Verteidigungsindustrie wettbewerbsfähiger und resilienter machen.
