dm stellt Wiener Filialbelieferung auf E-Lkw um

13.02.2026 | E-Mobilität, Straße

Die innerstädtische Warenbelieferung von dm in Wien erfolgt künftig nahezu emissionsfrei. Mit zehn E-Lkw hat der Drogeriemarktbetreiber die Umstellung seiner Transportlogistik in der Bundeshauptstadt abgeschlossen.

Rund 100 Wiener Filialen werden ab sofort mit batterieelektrischen Lkw beliefert. Das letzte der insgesamt zehn Fahrzeuge wurde kürzlich vom Logistikpartner Quehenberger übernommen. Damit decken E-Lkw nun den gesamten Bedarf für die innerstädtische Zustellung ab.

„Damit sind unsere Transporte innerhalb der Bundeshauptstadt nun weitestgehend lärm- und abgasfrei“, sagt Elmar Riepl, Ressortleiter Logistik bei dm.

Dreistufige Logistikstrategie

Die Elektrifizierung der letzten Meile ist Teil einer breiter angelegten Transportstrategie. dm unterscheidet zwischen drei Distanzen: Auf langen Strecken setzt das Unternehmen verstärkt auf die Bahn, im mittleren Bereich auf mit HVO („hydriertes Pflanzenöl“) betriebene Fahrzeuge. Für kurze Strecken – insbesondere in Ballungsräumen – kommen E-Lkw zum Einsatz.

Nach Unternehmensangaben sollen durch dieses Modell im Jahr 2026 rund 389 Tonnen CO₂ eingespart werden. Zum Vergleich: Das entspreche etwa 2,78 Millionen gefahrenen Kilometern eines durchschnittlichen Pkw oder dem jährlichen Stromverbrauch von rund 278 Haushalten.

Kooperation mit Logistikpartner

Die Umstellung in Wien erfolgte in mehreren Schritten innerhalb des vergangenen Jahres. Gemeinsam mit der Spedition Quehenberger wurden Transportwege analysiert und Kapazitäten berechnet, um die innerstädtische Versorgung vollständig elektrisch abzuwickeln.

Mit dem Projekt positioniert sich dm im urbanen Raum als Vorreiter einer elektrifizierten Handelslogistik. Angesichts zunehmender Verkehrs- und Emissionsauflagen in Städten dürfte die Elektrifizierung der Filialbelieferung auch für andere Handelsunternehmen zum strategischen Thema werden.

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