Foto: Shutterstock / Kinwunz
Automatisierung wird für Unternehmen zu einem zentralen Hebel, um ihre Lager- und Materialflüsse produktiver und resilienter zu gestalten. Zu diesem Ergebnis kommt der Trend Report 2026 von Toyota Material Handling Europe. Neben automatisierten Prozessen gewinnen demnach Künstliche Intelligenz, Energiemanagement und eine durchgängige digitale Transparenz an Bedeutung.
Treiber dieser Entwicklung sind nicht allein technologische Fortschritte. Steigende Energiekosten, Fachkräftemangel, geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Vorgaben erhöhen den Handlungsdruck in der Intralogistik. Damit verschiebt sich auch deren Rolle innerhalb der Unternehmen: Entscheidungen über Lagertechnik und Materialflüsse werden zunehmend zu strategischen Fragen.
„Die Anforderungen an Unternehmen haben sich grundlegend verändert. Lieferfähigkeit, Energieeffizienz, Fachkräftesicherung und Nachhaltigkeit müssen heute gemeinsam gedacht werden. Intralogistik entwickelt sich damit von einem Kostenfaktor zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor“, sagt Oskar Zettl, Geschäftsführer von Toyota Material Handling Austria.
Automatisierung vor KI
Der Report identifiziert acht Themenfelder für die weitere Entwicklung der Intralogistik. An erster Stelle steht die Automatisierung von Lagerung und Kommissionierung sowie von innerbetrieblichen Transport-, Be- und Entladeprozessen. Unternehmen versprechen sich davon höhere Produktivität, geringere Fehlerquoten und eine geringere Abhängigkeit von verfügbaren Arbeitskräften.
Künstliche Intelligenz ergänzt diese Entwicklung zunehmend. Einsatzmöglichkeiten sieht Toyota Material Handling unter anderem bei Nachfrageprognosen, Flottenmanagement, Predictive Maintenance sowie bei der Optimierung von Lagerbeständen und Materialflüssen. Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Technologie als deren Einbindung in durchgängige Prozesse.
Auch die Energieversorgung rückt stärker in den Fokus. Mit der Elektrifizierung von Flurförderzeugen und der zunehmenden Automatisierung steigt die Bedeutung von Lastmanagement, intelligenten Ladeprozessen, Batteriespeichern und eigener Energieerzeugung. Energie wird damit stärker zum Faktor für die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Standorts.
Integrierte Konzepte werden wichtiger
Parallel erhöhen ESG-Berichtspflichten, Dekarbonisierung und Transparenzanforderungen den Veränderungsdruck. Digitale Plattformen sollen dabei einen besseren Überblick über Waren- und Materialströme ermöglichen und so die Planbarkeit von Lieferketten verbessern.
„Die erfolgreichsten Unternehmen werden künftig jene sein, die Digitalisierung, Automatisierung, Energie und Nachhaltigkeit nicht als Einzelprojekte betrachten, sondern als zusammenhängende Strategie. Genau dort entstehen die größten Produktivitäts- und Wettbewerbsvorteile“, sagt Josef Dax, Director Sales & Logistics Solutions bei Toyota Material Handling Austria.
Der Trend Report macht damit vor allem einen Wandel deutlich: Investitionen in die Intralogistik werden zunehmend nicht mehr isoliert als Anschaffung neuer Lagertechnik betrachtet. Automatisierung, digitale Steuerung und Energieinfrastruktur müssen stärker zusammenspielen – und werden damit zunehmend Teil langfristiger Standort- und Unternehmensentscheidungen.
