Foto: Rhenus Delivery Services
Die Rhenus Gruppe erweitert ihre Elektroflotte für die letzte Meile in Polen. Neun zusätzliche elektrische Lieferfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von jeweils 4,25 Tonnen kommen neu hinzu. Damit steigt die Zahl der von Rhenus in Polen eingesetzten E-Lieferfahrzeuge auf insgesamt 33.
Die Fahrzeuge sind vor allem für Zustellungen in den großen polnischen Ballungsräumen vorgesehen. Dort gewinnen emissionsbeschränkte Zonen und entsprechende Zufahrtsregelungen für die City-Logistik an Bedeutung. Rhenus verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, die betreffenden Distributionsaktivitäten vollständig auf elektrische Transportlösungen umzustellen.
Hinter dem Flottenausbau stehen allerdings nicht nur regulatorische Anforderungen. Nach Einschätzung des Logistikdienstleisters verlangen Verlader zunehmend emissionsärmere Transportkonzepte und berücksichtigen den Einsatz von Elektrofahrzeugen bereits bei der Vergabe von Logistikaufträgen.
„Wir beobachten zunehmend, dass Anforderungen an nachhaltige Transportlösungen ein fester Bestandteil von Ausschreibungen im Logistikbereich werden“, sagt Mariusz Kazimierczak, Sales Director Central-East Cluster bei Rhenus Delivery Services. Der Ausbau der Elektroflotte sei eine direkte Reaktion auf die Erwartungen der Kunden und Teil eines breiteren Wandels im Markt.
E-Fahrzeuge für die urbane Zustellung
Rhenus setzt die Elektrotransporter insbesondere auf der letzten Meile ein. Gerade in dicht besiedelten Stadtgebieten soll die Elektrifizierung dazu beitragen, Lieferverkehre trotz verschärfter Zufahrts- und Emissionsvorgaben aufrechtzuerhalten.
Dabei kombiniert das Unternehmen eigene Kapazitäten mit Ressourcen von Transportpartnern. Dieser Ansatz soll es ermöglichen, den Anteil elektrischer Zustellungen auszubauen, ohne die Flexibilität bei schwankenden Transportmengen einzuschränken.
Die wachsende Bedeutung entsprechender Lösungen zeigt zugleich, wie sich die Anforderungen an die urbane Logistik verändern: Neben Kosten, Laufzeiten und Zustellqualität wird die Antriebsart zunehmend zu einem Kriterium bei der Auswahl von Logistikdienstleistern.
Weitere Projekte bei entsprechender Nachfrage
Rhenus stellt deshalb einen weiteren Ausbau elektrischer Zustellkonzepte in Aussicht. Entscheidend sollen dabei die Anforderungen der Kunden und die jeweiligen Einsatzbedingungen sein.
„Immer mehr Unternehmen suchen nach Lösungen, die die Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien unterstützen“, sagt Tomasz Cegielski, Managing Director von Rhenus Delivery Services. Rhenus sei deshalb bereit, „ähnliche Projekte überall dort auszubauen, wo sie unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten und zu den spezifischen Anforderungen ihrer Geschäftstätigkeit passen“.
Mit nun 33 Elektro-Lieferfahrzeugen schafft Rhenus damit zusätzliche Kapazitäten für emissionsärmere Zustellungen in Polen. Wie schnell die Flotte darüber hinaus wächst, dürfte vor allem davon abhängen, wie stark Verlader entsprechende Transportlösungen nachfragen und wie sich die Zufahrtsregeln in den polnischen Städten weiterentwickeln.
