(v. l.) Florian und Mathias Breitfuss (Breitfuss Transport GmbH) mit Martin Hammerschmidt-Stöger, Alexander Schiller und Lukas Heinzelreither (da emobil GmbH) bei der Inbetriebnahme des neuen Ladeparks im April 2026. (Fotos: da emobil)
Die Breitfuss Transport GmbH verfolgt das klare Ziel, Industriegüter künftig CO₂-frei zu transportieren. Teil dieser Strategie ist die schrittweise Elektrifizierung des Fuhrparks: Bereits heute sind sechs E-Lkw im täglichen Einsatz, sechs weitere folgen kurzfristig – und möglicherweise schon bald noch mehr.
Zur Unterstützung dieser Entwicklung entstand am Standort Kapfenberg gemeinsam mit da emobil ein hochmoderner Ladepark, der sowohl den Eigenbedarf des Unternehmens als auch öffentliches Laden ermöglicht.
Aus einem ehemaligen Lkw-Abstellplatz wurde eine großzügige Carportkonstruktion mit leistungsstarker Photovoltaikanlage. Ein großer Batteriespeicher ermöglicht die effiziente Nutzung des selbst erzeugten Stroms.
Der Ladepark verfügt über zwei 300-kW-Kompaktschnellladegeräte sowie das innovative Alpitronic-Ladesystem HYC1000. Dessen Power Cabinet liefert eine Gesamtleistung von einem Megawatt und versorgt vier Dispenser mit insgesamt acht Ladepunkten. Dadurch kann entweder ein einzelnes Fahrzeug mit bis zu 600 kW geladen oder die Leistung intelligent auf bis zu acht Fahrzeuge gleichzeitig verteilt werden. Kapfenberg zählt damit zu den ersten Standorten dieses Systems in Österreich. Der Ladepark ist auch für öffentliches Laden verfügbar. Dank der direkten Lage an der Autobahnabfahrt der S6 ist er sowohl für Pkw als auch für schwere Nutzfahrzeuge optimal erreichbar. Insgesamt stehen zwölf Ladepunkte zur Verfügung.
Ganzheitliche Unterstützung durch da emobil
da emobil begleitet das Projekt seit der Planungsphase Anfang 2024 und stellt neben der Hardware auch weitere Services bereit. Dazu zählen eine Abrechnungssoftware, ein Payment-Terminal für Ad-hoc-Zahlungen mit Debit- oder Kreditkarte sowie Google Pay, Apple Pay und Samsung Pay, Service-Level-Agreements und Wartungsvereinbarungen.
Netzanschluss, Photovoltaikanlage und Batteriespeicher sind so ausgelegt, dass zukünftige Erweiterungen problemlos möglich sind – ein klares Bekenntnis zu langfristiger Planungssicherheit.

Besondere bauliche Anforderungen
Eine besondere Herausforderung stellte die Lage des Ladeparks dar: Der Standort befindet sich in einem Sumpf- beziehungsweise Hochwassergebiet. Aus Sicherheitsgründen mussten daher sämtliche elektrischen Betriebseinrichtungen – von Verteilerkästen über Speicher bis hin zu den Ladestationen – auf erhöhten Sockeln montiert werden.
Üblicherweise werden Ladestationen ebenerdig installiert, um einen barrierefreien Zugang sowie einfache Service- und Wartungsarbeiten zu gewährleisten. In Kapfenberg konnte die Installation jedoch nur mit Sockellösungen umgesetzt werden, die auf den Projektbildern gut sichtbar sind.
Klare Haltung für morgen
Für die Geschäftsführung der Breitfuss Transport GmbH ist das Projekt weit mehr als ein Infrastrukturvorhaben. So unterstreicht Florian Breitfuss: „Wir schauen in die Zukunft und wir wollen etwas Gutes tun. Das ist unser Beitrag dazu.“
