Rostocker Hafen als Importdrehscheibe für Wasserstoff aus Saudi-Arabien 

03.02.2026 | Terminal

Wirtschaftliche Neuausrichtung Saudi-Arabiens angesichts schwankender Ölpreise zugunsten der Umwelt.

Wasserstoff aus Wind- und Solarenergie aus Saudi-Arabien soll künftig über den Rostocker Hafen nach Deutschland gelangen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten am 1. Februar in Riad das saudische Energieunternehmen ACWA Power, der Energieversorger EnBW, der Rostocker Hafen sowie der Gasimporteur VNG. 

Geplant sind Lieferungen von Ammoniak aus der saudischen Hafenstadt Yanbu am Roten Meer nach Rostock. Für den Seetransport wird Wasserstoff chemisch an Ammoniak gebunden, da sich dieser Stoff leichter verflüssigen und transportieren lässt. In Rostock soll das Ammoniak wieder in Wasserstoff umgewandelt werden. 

Der klimafreundlich erzeugte Wasserstoff soll künftig eine zentrale Rolle im deutschen Energiesystem spielen – etwa zur Stromerzeugung in wasserstofffähigen Gaskraftwerken bei Dunkelflauten oder als Ersatz für Koks in der Stahlproduktion, um CO₂-Emissionen deutlich zu senken.

Die Produktionsanlage in Yanbu soll 2030 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Neben der Wasserstoffpartnerschaft unterzeichneten beide Länder weitere Absichtserklärungen in Zukunftsfeldern wie Energie, künstlicher Intelligenz, industrieller Wertschöpfung und Innovation. 

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