Die Unterzeichnungszeremonie von Rhenus und COSCO SHIPPING Specialized Carriers Co., Ltd in Cuxhaven. | © Rhenus SE & Co. KG
Die Rhenus Gruppe und COSCO SHIPPING Specialized Carriers Co., Ltd haben eine strategische Partnerschaft für den Standort Cuxhaven vereinbart. Ziel ist es, die Hafen- und Logistikkompetenzen von Rhenus mit der globalen Spezialschiffsflotte des chinesischen Reeders zu verknüpfen und neue integrierte Transportlösungen für europäische Lieferketten zu schaffen.
Die Zusammenarbeit wurde in Form eines Memorandum of Understanding (MoU) besiegelt. Im Fokus stehen Projektladung, Schwerguttransporte, Breakbulk-Verkehre sowie Spezialladungen. Darüber hinaus wollen beide Unternehmen die digitale Vernetzung zwischen Hafen- und Schifffahrtsprozessen vorantreiben.
Cuxhaven spielt dabei eine zentrale Rolle. Über die Terminals und Logistikflächen von Rhenus sollen künftig zusätzliche Dienstleistungen für Industrie- und Projektkunden angeboten werden. Neben Lagerkapazitäten stehen dort auch Schienenanbindungen, Binnenschiffsverkehre und Transportflotten zur Verfügung. Damit soll der Standort seine Bedeutung als Multi-Purpose- und Projektlogistik-Hub weiter ausbauen.
Für Rhenus eröffnet die Partnerschaft zugleich neue Wachstumschancen im Bereich komplexer Projekttransporte. Andreas Stöckli, Vorstandsmitglied der Rhenus Gruppe, sieht vor allem Vorteile in der Kombination der jeweiligen Stärken: „Durch die Kombination unserer Expertise in Projektladung, Schwergut und Spezialtransporten mit der breit diversifizierten Schiffsflotte unseres Partners werden wir die Routenverbindungen und Terminalkapazitäten langfristig nachhaltig ausbauen.“
Auch COSCO SHIPPING Specialized Carriers will die Kooperation nutzen, um seine Präsenz in Europa weiter auszubauen. Das Unternehmen verfügt über eine Flotte von mehr als 200 Spezialschiffen und plant, bestehende Verbindungen über Cuxhaven zu erweitern. Dadurch sollen zusätzliche Kapazitäten für Industrie- und Projektladungen entlang der europäischen Nordrange entstehen.
Nach Angaben von COSCO-Shipping-Chef Zhang Wei gehört Europa zu den strategisch wichtigsten Märkten des Unternehmens. Künftig wolle man die eigene Spezialschiffsflotte und das globale Netzwerk nutzen, um „effizientere, zuverlässigere und widerstandsfähigere Logistikkorridore und Lieferkettenlösungen zu schaffen“.
Mit der Partnerschaft reagieren beide Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach integrierten Transportlösungen für Industrieanlagen, Großprojekte und Schwertransporte. Gleichzeitig gewinnt die digitale Verzahnung von Hafen- und Seeverkehren zunehmend an Bedeutung, um Lieferketten widerstandsfähiger und effizienter zu gestalten.
