RCG optimiert Kreislauflogistik für Befesa

03.07.2026 | Bahnlogistik, Schiene

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) setzt gemeinsam mit Befesa auf eine multimodale Kreislauflogistik zwischen Schweden und Deutschland. Durch die Kombination von Schiene und Straße sowie die konsequente Nutzung von Rücktransporten werden Transporte effizienter gestaltet und jährlich hunderte Lkw-Fahrten eingespart.

Befesa zählt zu den international führenden Unternehmen im Bereich Recycling und Umweltdienstleistungen. Das Unternehmen gewinnt aus industriellen Reststoffen der Stahl- und Aluminiumindustrie wertvolle Rohstoffe zurück. Ein Beispiel ist Salzschlacke aus der Aluminiumproduktion, die von Südschweden zu den deutschen Befesa-Standorten transportiert wird.

Die Transportkette beginnt im schwedischen Älmhult. Am dortigen IKEA-Terminal werden MOBILER-Container bereitgestellt und anschließend bei Stena Aluminium mit Salzschlacke beladen. Von dort gelangen sie im Einzelwagenverkehr nach Deutschland.

Ein Teil der jährlich bis zu 15.000 Tonnen wird über das Maxi Terminal Hamm nach Lünen transportiert, der Großteil geht direkt nach Hannover zur Befesa Salzschlacke GmbH. Dank der MOBILER-Technologie erfolgt der Umschlag auf den Lkw unmittelbar an der Entladestelle – ohne eigenes Gleis am Standort.

Rückläufe vermeiden Leerfahrten

Die Logistik endet jedoch nicht mit der Anlieferung. Rund ein Drittel der Container wird mit REKAL-Salz wieder beladen und auf der Rückfahrt genutzt. Dadurch lassen sich Leerfahrten reduzieren und vorhandene Transportkapazitäten effizienter auslasten.

Zum Einsatz kommen MOBILER-Tragwagen und MOBILER-Halftainer, die einen flexiblen Wechsel zwischen Schiene und Straße ermöglichen und damit auch Standorte ohne direkten Gleisanschluss in multimodale Transportketten einbinden.

Hunderte Lkw-Fahrten eingespart

Rund 90 Prozent der gesamten Transportkette übernimmt die ÖBB Rail Cargo Group – vom Einzelwagenverkehr über die Bereitstellung des Equipments bis zur Zustellung auf der letzten Meile.

Durch die Verlagerung der Transporte auf die Schiene entfallen jährlich rund 600 Lkw-Fahrten für den Transport der Salzschlacke sowie weitere 240 Fahrten für den Rücktransport von REKAL-Salz. Das Projekt zeigt, wie sich Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Logistik durch intelligente multimodale Transportkonzepte effizient miteinander verbinden lassen.

Anzeigen
Anzeigen

Newsletter

Events

Auf Linkedin folgen