Nach dem millimetergenauen Anschlagen der Schwerlastgurte hob der Kranfahrer die Konstruktion langsam an. | © Prangl
Der alte Fußgänger- und Fahrradsteg über die Traisen in Herzogenburg war nach rund 140 Jahren am Ende seiner Lebensdauer angekommen. Die Gemeinde entschied sich deshalb für einen Neubau, der künftig die Ortsteile Herzogenburg und Ossarn verbindet – und zugleich Teil des Traisentalradwegs sowie des Jakobswegs bleibt.
Für die finale Montage und den spektakulären Hub der neuen Konstruktion wurde der Kran- und Schwerlastspezialist Prangl beauftragt.
Freitragende Konstruktion ohne Stützen im Fluss
Im Gegensatz zum Vorgänger wurde der neue Steg als freitragende Konstruktion ausgeführt. Damit kommt die Brücke ohne Stützen in der Traisen aus.
Vor dem eigentlichen Hub mussten umfangreiche Vorbereitungen getroffen werden. Dazu gehörten die Verbreiterung und Befestigung der Zufahrt, Baumschlägerungen sowie die Errichtung eigener Betonfundamente für die Kranabstützung direkt am Ufer.
Die Brückenteile wurden anschließend mit einem Ladekran angeliefert und montiert. Für die Montagearbeiten setzte Prangl unter anderem einen 80-Tonnen-Teleskopkran sowie einen Teleskopstapler ein.
700-Tonnen-Kran hebt 39-Tonnen-Steg ein
Den finalen Hub übernahm schließlich ein 700-Tonnen-Teleskopkran – das leistungsstärkste Gerät im Prangl-Fuhrpark. Der neue Steg misst insgesamt 50 Meter und bringt rund 39 Tonnen auf die Waage.
Nach dem millimetergenauen Anschlagen der Schwerlastgurte hob der Kranfahrer die Konstruktion langsam an, drehte sie um 90 Grad und setzte sie anschließend präzise auf den vorbereiteten Fundamenten ab.
Die Arbeiten wurden von zahlreichen Schaulustigen verfolgt und markieren den Abschluss eines Infrastrukturprojekts, das die sichere Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen langfristig sichern soll.
„Wir haben eine neue Verbindung geschaffen. Ein starkes Team ist die stabilste Brücke“, erklärte Prangl nach Abschluss des Projekts.
