Ziel der Verbindung ist es, Transporte planbarer und nachhaltiger abzuwickeln. | © WENZEL Logistics
Mit einer neuen intermodalen Verbindung zwischen dem Cargo Terminal Graz und dem Terminal Batajnica in Belgrad entsteht eine direkte Logistikachse zwischen Österreich und Serbien. Die Strecke umfasst mehr als 600 Kilometer und wird zunächst mit einem Rundlauf pro Woche betrieben.
Ziel der Verbindung ist es, Transporte planbarer und nachhaltiger abzuwickeln und gleichzeitig die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken.
Fokus auf Schiene und CO₂-Reduktion
Ein zentrales Argument für die neue Verbindung ist die Umweltbilanz: Laut Angaben der Betreiber können durch den Einsatz der Schiene mehr als 90 Prozent CO₂ im Vergleich zum reinen Straßentransport eingespart werden.
Damit reiht sich die Verbindung in den Trend zur Verlagerung von Güterverkehr auf klimafreundlichere Transportträger ein – insbesondere auf stark frequentierten europäischen Korridoren.
Kapazität und Flexibilität
Pro Zug können bis zu 36 Container transportiert werden. Die intermodale Lösung wird durch Vor- und Nachläufe auf der Straße ergänzt, um eine flächendeckende Anbindung in Serbien sicherzustellen. Wichtige Zielregionen sind unter anderem Belgrad, Novi Sad, Kragujevac und Niš.
Zusätzliche Transportmengen sollen flexibel über Straßendisposition abgewickelt werden. Gleichzeitig ist ein Ausbau der Frequenz vorgesehen – abhängig von der Nachfrage.
Bedeutung für Südosteuropa-Verkehre
Mit der neuen Verbindung wird ein wachsender Logistikmarkt in Südosteuropa stärker angebunden. Die Region gewinnt für Industrie und Handel zunehmend an Bedeutung, während gleichzeitig stabile und planbare Transportlösungen gefragt sind.
Die direkte Bahnverbindung zwischen Graz und Belgrad soll hier eine Alternative zu bestehenden Transportketten bieten – insbesondere für Unternehmen mit regelmäßigem Transportbedarf zwischen Zentraleuropa und dem Balkan.
