Die Luka Koper Group hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen – trotz eines von geopolitischen Spannungen und Handelsunsicherheiten geprägten Umfelds. Vor allem der Container- und Fahrzeugumschlag sorgte für Rückenwind.
Der Nettoumsatz stieg auf 380,3 Millionen Euro, ein Plus von 15 Prozent gegenüber 2024 und 13 Prozent über Plan. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 44 Prozent auf 96,3 Millionen Euro. Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 81,5 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 35 Prozent entspricht.
„Als Unternehmen haben wir wiederholt bewiesen, dass wir ein flexibles Hafen-Geschäftsmodell betreiben, mit dem wir Schwankungen aufgrund von Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld bewältigen können“, sagte Nevenka Kržan, Vorstandsvorsitzende von Luka Koper. Die Ergebnisse seien besonders bemerkenswert angesichts eines „außergewöhnlich intensiven Investitionszyklus“.
Rekord am Containerterminal
Treiber der Entwicklung war insbesondere das Containerterminal. Mit 1.272.161 TEU verzeichnete der Hafen einen neuen Rekordwert – ein Plus von 12 Prozent. Auch das Auto- und RoRo-Terminal legte zu und erreichte 914.817 Fahrzeuge (+3 Prozent), begünstigt durch steigende Importe chinesischer Hersteller und höhere Exportvolumina in den Mittelmeerraum.
Der gesamte Seehafendurchsatz lag mit 23 Millionen Tonnen auf Vorjahresniveau. Der Anteil des Schienengüterverkehrs stieg auf 51 Prozent – trotz Einschränkungen durch Modernisierungsarbeiten am slowenischen Bahnnetz.
Auch im Passagiergeschäft wurde ein Höchstwert erzielt: 80 Kreuzfahrtschiffe liefen 2025 Koper an, so viele wie nie zuvor.
Hoher Investitionsdruck bis 2028
Parallel zu den operativen Erfolgen läuft ein umfangreiches Investitionsprogramm. 2025 stellte Luka Koper 132,9 Millionen Euro bereit, davon 42,9 Millionen Euro für Nachhaltigkeitsprojekte. Für 2026 sind Investitionen in Höhe von 201 Millionen Euro geplant.
Zu den zentralen Vorhaben zählen der Bau eines neuen Containerkais mit zusätzlichen Lagerflächen, ein Parkhaus für 11.700 Fahrzeuge sowie ein automatisiertes, energieautarkes Lager für Stahlcoils. Diese Projekte sind Teil eines strategischen Entwicklungsplans, der bis 2028 umgesetzt werden soll.
Mit den aktuellen Ergebnissen festigt Luka Koper seine Position als führender Containerhafen an der Adria – in einem Markt, der weiterhin von veränderten Handelsrouten und hoher Investitionsdynamik geprägt ist.
