Die konstruktiven Anpassungen wurden laut Hersteller umfangreich getestet. | © KRONE
Der Trailerhersteller Krone hat eine weiterentwickelte Generation seines Kühlsattelaufliegers Cool Liner vorgestellt. Statt eines grundlegenden Neukonzepts setzt das Unternehmen auf gezielte konstruktive Verbesserungen an zentralen Bauteilen. Ziel ist eine höhere strukturelle Stabilität, bessere Abdichtung sowie geringere Lebenszykluskosten im temperaturgeführten Transport.
Der Cool Liner gehört seit Jahren zu den Kernprodukten von Krone im Bereich Kühllogistik. Die neue Generation soll vor allem im täglichen Einsatz robuster und wirtschaftlicher werden – ohne die Flexibilität des bisherigen Systems zu verändern.
„Mit der neuen Cool Liner Generation haben wir bewusst keine Revolution angestrebt, sondern die konstruktiven Details dort weiterentwickelt, wo sie im täglichen Einsatz den größten Unterschied machen“, erklärt Frank Nordhoff, Produktexperte Cool Liner bei Krone. Ziel sei gewesen, Stabilität, Robustheit und Werterhalt zu steigern und damit gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus zu verbessern.
Optimierte Struktur im isolierten Aufbau
Die Seitenwände und das Dach des Aufliegers werden weiterhin als großformatige Paneele im offenen Schäumverfahren gefertigt. Dadurch entsteht eine homogene Schaumstruktur mit konstanten Isoliereigenschaften.
Überarbeitet wurde unter anderem der Übergangsbereich zwischen Seitenwand und Dach sowie die Verbindung zum Boden. Diese Änderungen sollen insbesondere bei intensiver Be- und Entladung für mehr strukturelle Stabilität sorgen.
Auch die Sockel-Scheuerleiste wurde neu konstruiert. Ein veränderter Querschnitt erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen durch Flurförderzeuge und verbessert gleichzeitig den Schutz vor Feuchtigkeit.
Verstärkter Heckrahmen und neues Bodendesign
Weitere Anpassungen betreffen den Heckrahmen. Verstärkte Scharnierbereiche sowie zusätzliche lokale Verstärkungen sollen Belastungsspitzen reduzieren, insbesondere in den sensiblen Eckbereichen. Neue Kunststoffeinlagen verbessern zudem die Isolierung und Dichtigkeit.
Auch der Bodenaufbau wurde überarbeitet. Ein neues Querträgerdesign reduziert Spannungen im Aufbau und sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung des Schaums im Sandwichboden. Dadurch steigt die strukturelle Belastbarkeit des Fahrzeugs.
Optional sind zusätzliche Verstärkungen im vorderen Bodenbereich sowie ein RoRo-Modul für den intermodalen Einsatz erhältlich.
Tests im eigenen Prüfzentrum
Die konstruktiven Anpassungen wurden laut Hersteller umfangreich getestet. Im Krone-Testzentrum in Lingen durchlief der Auflieger über mehrere Monate verschiedene Belastungsprogramme. Dabei wurden auch komplette Fahrzeugtests auf Prüfständen durchgeführt, die typische Anforderungen aus dem realen Straßeneinsatz simulieren.
Mit der Weiterentwicklung des Cool Liner will Krone die Position im Markt für temperaturgeführte Transporte stärken. Der Kühlsattelauflieger soll weiterhin sowohl im nationalen als auch im internationalen Kühltransport eingesetzt werden können – mit höherer Dauerhaltbarkeit und stabiler Temperaturführung.
