Ziel ist ein vollständig klimafreundlicher Terminalbetrieb. | © Kaupo Kalda
Das Containerterminal Muuga von HHLA TK Estonia wird als erstes in Europa vollständig batteriebetriebene Portalkrane einsetzen. Zwei neue RTG-Krane (Rubber-Tired-Gantry) von Konecranes sollen Ende des Jahres in Betrieb gehen und markieren einen technologischen Schritt hin zu emissionsfreien Terminalprozessen.
Die Geräte verfügen über ein Batteriesystem mit einer Kapazität von 296 kWh und können bis zu acht Stunden – also eine komplette Arbeitsschicht – ohne externe Stromzufuhr betrieben werden. Damit lassen sich lokale Emissionen und Lärmbelastungen deutlich reduzieren.
Elektrifizierung im Terminalbetrieb
Mit der Investition treibt HHLA TK Estonia die Elektrifizierung seiner Infrastruktur weiter voran. Ziel ist ein vollständig klimafreundlicher Terminalbetrieb, bei dem fossile Energieträger zunehmend ersetzt werden.
„Die Investition in batteriebetriebene RTG-Krane ist ein bedeutender Meilenstein für Europa“, sagt CEO Riia Sillave. Der Schritt sei Teil einer langfristig angelegten Nachhaltigkeitsstrategie.
Auch technologisch sieht das Unternehmen Vorteile: Die neuen Krane sollen sich nahtlos in die bestehende Flotte integrieren lassen und gleichzeitig die Betriebssicherheit erhöhen.
„Mit der Modernisierung unserer Portalkranflotte […] sichern [wir] die Einheitlichkeit unserer bestehenden Flotte“, erklärt Tanel Ringo, Leiter Technologie und Infrastruktur bei HHLA TK Estonia.
Batterietechnologie gewinnt an Bedeutung
Der Auftrag unterstreicht zugleich die wachsende Rolle batterieelektrischer Lösungen im Hafenbetrieb. Während hybride oder kabelgebundene Systeme bislang dominieren, könnten autonome Batterielösungen künftig an Bedeutung gewinnen.
„Dieser Auftrag zeigt, dass Batterietechnologie […] zunehmend die Grundlage für den vollwertigen RTG-Betrieb bildet“, sagt Philipp Reiter von Konecranes.
Mit der Einführung der neuen Krane setzt HHLA TK Estonia ein Signal für die europäische Hafenlogistik: Elektrifizierung und Flexibilität rücken stärker in den Fokus – auch bei schweren Umschlaggeräten.
