Trotz rückläufiger Mengen konnte Antwerpen-Brügge seinen Marktanteil halten. | © Port of Antwerp-Bruges
Der Hafen Antwerpen-Brügge hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt 133,9 Millionen Tonnen Seefracht umgeschlagen. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen, internationaler Handelskonflikte und eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bewertet der Hafen das Ergebnis jedoch als robust.
Während sich der Umschlag von Massengütern mit einem Minus von 1,3 Prozent vergleichsweise stabil entwickelte, legte der RoRo-Verkehr um 5,9 Prozent zu. Belastet wurde das Gesamtergebnis vor allem durch das Stückgutsegment, in dem insbesondere der Containerumschlag zurückging.
Containergeschäft behauptet Marktposition
Trotz rückläufiger Mengen konnte Antwerpen-Brügge seinen Marktanteil im europäischen Containerverkehr nach eigenen Angaben halten. Das unterstreiche die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens, der weiterhin zu den wichtigsten Gateway-Standorten für den internationalen Handel zählt.
Um diese Position langfristig zu sichern, investiert der Hafenbetreiber konsequent in den Ausbau seiner Infrastruktur. Im Fokus stehen zusätzliche Umschlagkapazitäten, effizientere Abläufe sowie Projekte zur Verbesserung der Erreichbarkeit und Nachhaltigkeit.
Investitionen sollen Wettbewerbsfähigkeit stärken
Mit den laufenden Investitionen reagiert Antwerpen-Brügge nicht nur auf das aktuelle Marktumfeld, sondern bereitet sich auch auf künftiges Wachstum vor. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des Hafens weiter zu erhöhen und den Anforderungen internationaler Lieferketten gerecht zu werden.
Gerade in einem Umfeld, das von Unsicherheiten und schwankenden Handelsströmen geprägt ist, sieht der Hafen moderne Infrastruktur und ausreichende Kapazitäten als entscheidende Voraussetzung, um seine Rolle als europäische Logistikdrehscheibe langfristig zu behaupten.
