Fiege modernisiert seinen Standort an der Mainzer Straße in Worms und entwickelt ein neues Logistikzentrum als Brownfield-Projekt. | © Fiege
Der Logistikdienstleister Fiege erweitert seinen Standort in Worms um ein weiteres Multi-User-Center. Auf dem Gelände einer bestehenden Lagerhalle, die ab Mai abgerissen wird, entsteht eine neue Immobilie mit rund 36.000 Quadratmetern Logistikfläche. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Mit dem Projekt erhöht Fiege die Gesamtkapazität am Standort auf rund 91.000 Quadratmeter. Die Erweiterung ist Teil der Strategie, bestehende Flächen effizient zu modernisieren und auszubauen.
Brownfield statt Neubau auf der grünen Wiese
Statt auf neue Flächen zu setzen, nutzt Fiege ein sogenanntes Brownfield-Projekt. Die bestehende Infrastruktur wird damit weiterentwickelt, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. Gleichzeitig kann die neue Immobilie direkt an bestehende Logistikstrukturen angebunden werden.
Das neue Zentrum wird in vier Einheiten unterteilt und richtet sich an unterschiedliche Kundenanforderungen im Multi-User-Betrieb.
Fokus auf Energieeffizienz und Eigenstrom
Beim Neubau setzt Fiege auf moderne Umweltstandards. Neben energieeffizienter LED-Technik und Wärmepumpen wird das Gebäude mit einer großflächigen Photovoltaikanlage ausgestattet.
„Die großen Dachflächen unserer Logistikzentren eignen sich hervorragend für Photovoltaik“, sagt Nikolaus von Blomberg, Managing Director bei Fiege Real Estate. Ziel sei es, „unsere Immobilien langfristig zu kleinen, nachhaltigen Kraftwerken zu entwickeln“.
Die Immobilie soll den Goldstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erfüllen.
Standortvorteil durch multimodale Anbindung
Ein wesentlicher Faktor für die Standortentscheidung bleibt die Verkehrsanbindung. Worms profitiert von der Nähe zu wichtigen Autobahnen, Schienenverbindungen sowie dem Hafen Mannheim und dem Flughafen Frankfurt.
„Das dichte Autobahnnetz, wichtige Gleisachsen […] und die Nähe zum Hafen in Mannheim sowie dem Frankfurter Flughafen machen Worms zu einem idealen Drehkreuz“, erklärt Philipp Staiger, Director Operations im Fiege-Cluster Rhein/Main.
Zusätzlich wird das neue Gebäude für die Lagerung sensibler Güter ausgelegt, unter anderem durch spezielle Abdichtungen zum Schutz von Boden und Grundwasser.
Ausbau bestehender Standorte als Trend
Mit dem Projekt setzt Fiege auf die Weiterentwicklung bestehender Logistikstandorte statt auf reine Expansion. Brownfield-Entwicklungen gelten in der Branche zunehmend als Antwort auf Flächenknappheit und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit.
Der Standort Worms wird damit weiter zu einem zentralen Knotenpunkt im Netzwerk des Unternehmens ausgebaut.
