European Logistics Observatory startet als Wissensplattform

17.07.2026 | Branchenlösungen

Ziel der Initiative ist es, Unternehmen und Institutionen bei strategischen Entscheidungen zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie Resilienz der europäischen Logistik langfristig zu stärken.

Das European Logistics Observatory wurde gemeinsam vom Contract Logistics Observatory des Politecnico di Milano und der europäischen Technologieplattform ALICE ins Leben gerufen. Geleitet wird die Initiative von Damiano Frosi, Alberto Curnis, Fernando Liesa und Andrea Condotta.

Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, gestörter Lieferketten, steigender Kosten und des Fachkräftemangels soll die Plattform fundierte Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse bereitstellen sowie den Austausch innerhalb der Branche fördern.

„Das European Logistics Observatory hat zum Ziel, Daten, Analysen und Fachwissen zusammenzuführen und Unternehmen, Institutionen sowie weiteren Akteuren der Branche einen gemeinsamen Rahmen zu bieten, um die Veränderungen zu verstehen, die die europäische Logistik derzeit prägen“, sagt Damiano Frosi, Director des Contract Logistics Observatory am Politecnico di Milano.

Fokus auf Digitalisierung und Innovation

Die Forschungsarbeit des Observatory konzentriert sich auf zentrale Entwicklungen der europäischen Logistik. Dazu zählen unter anderem Transportkapazitäten, Arbeitskräftemangel, Digitalisierung, künstliche Intelligenz sowie technologische Innovationen. Ergänzt werden die Analysen durch Benchmarking zwischen den EU-Mitgliedstaaten sowie Erkenntnisse aus europäischen Forschungs- und Innovationsprojekten.

„Die Forschung konzentriert sich auf die zentralen Merkmale des europäischen Ökosystems und behandelt Themen wie Transportkapazitäten und Arbeitskräftemangel nicht nur quantitativ, sondern auch im Vergleich der Bedarfe, Strategien und Initiativen von Unternehmen“, erläutert Alberto Curnis, Senior Researcher des Observatory.

Empfehlungen für Europas Logistikpolitik

Das European Logistics Observatory ist als dauerhafte Plattform angelegt. Neben verschiedenen Forschungsprojekten umfasst das Programm europaweite Workshops sowie eine jährliche Konferenz, auf der die wichtigsten Ergebnisse präsentiert werden.

Für ALICE soll das Observatory zugleich eine Brücke zwischen Forschung und Politik schlagen. „Durch die systematische Identifizierung von Trends, Bedarfen und technologischen Fortschritten ermöglicht uns das Observatory, Marktrealitäten in gezielte Empfehlungen für die Europäische Kommission zu übersetzen“, erklärt Fernando Liesa, Secretary General von ALICE.

Bereits zum Start beteiligen sich zahlreiche Unternehmen und Organisationen aus Industrie, Logistik und Forschung an der Initiative, darunter Fraunhofer IML, Adidas, Barilla, Nestlé, Schneider Electric, Coca-Cola HBC, Electrolux Group, Katoen Natie und die European Logistics Association (ELA).

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