Das eingesetzte SAF basiert auf Abfall- und Reststoffen wie gebrauchtem Speiseöl . | © DHL Group
Die DHL Group vertieft ihre Partnerschaft mit IAG Cargo und setzt verstärkt auf nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF). Im Zentrum steht ein neuer Fünfjahresvertrag bis 2030, der die Versorgung von DHL Express mit SAF am Standort London Heathrow sichern soll.
Insgesamt plant DHL, rund 240 Millionen Liter nachhaltigen Treibstoff abzunehmen. Allein daraus ergibt sich eine erwartete Reduktion der Treibhausgasemissionen von rund 640.000 Tonnen CO₂e über den gesamten Lebenszyklus.
Ausbau der SAF-Strategie
Die Vereinbarung ist Teil einer umfassenderen Strategie des Konzerns, den Zugang zu nachhaltigen Kraftstoffen langfristig abzusichern. Ergänzend wurde auch eine Rahmenvereinbarung zwischen DHL Global Forwarding und IAG Cargo geschlossen.
Durch diesen divisionsübergreifenden Ansatz könnten die gesamten Emissionsreduktionen innerhalb der DHL Group auf über eine Million Tonnen CO₂e steigen.
„Diese Vereinbarung zeigt, was möglich ist, wenn zwei engagierte Nutzer nachhaltiger Flugkraftstoffe ihre Kräfte bündeln“, sagt Travis Cobb, Executive Vice President Global Network Operations & Aviation bei DHL Express.
Fokus auf langfristige Versorgung
Für DHL gewinnt die planbare Verfügbarkeit von SAF zunehmend an Bedeutung. Hintergrund ist die steigende Nachfrage von Kunden nach emissionsärmeren Transportlösungen – insbesondere im Luftfrachtbereich.
Das eingesetzte SAF basiert auf Abfall- und Reststoffen wie gebrauchtem Speiseöl und soll gegenüber fossilem Kerosin eine Emissionsreduktion von rund 90 Prozent über den Lebenszyklus ermöglichen.
Auch IAG Cargo sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt für den Markthochlauf nachhaltiger Kraftstoffe. „Partnerschaften wie diese werden entscheidend dafür sein, den Einsatz von nachhaltigem Flugkraftstoff zu skalieren“, sagt Camilo Garcia Cervera, Chief Sales und Marketing Officer.
Beitrag zu Klimazielen
Die Vereinbarung zahlt auf das Ziel der DHL Group ein, den Anteil nachhaltiger Flugkraftstoffe im Luftverkehr bis 2030 auf 30 Prozent zu steigern.
Langfristige Abnahmeverträge gelten dabei als entscheidender Hebel, um Investitionen in die Produktion von SAF anzukurbeln – ein Markt, der bislang durch begrenzte Verfügbarkeit und hohe Kosten geprägt ist.
