Der Standort Maria Lanzendorf ist heute der größte im konzernweiten Netzwerk von Gebrüder Weiss – gemessen an Fläche, Umsatz, Sendungsmenge und Zahl der Mitarbeitenden. | Quelle & Foto: ©Gebrüder Weiss
Das Logistikunternehmen Gebrüder Weiss blickt auf 20 Jahre am Standort Maria Lanzendorf südlich von Wien zurück. Mit einer Investition von mehr als 55 Millionen Euro errichtete der Konzern 2006 ein neues Logistikzentrum und bündelte dort sieben zuvor getrennte Wiener Betriebsstätten. Es handelte sich damals um die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.
Heute ist Maria Lanzendorf der größte Standort im weltweiten Netzwerk von Gebrüder Weiss. Rund 2,5 Millionen Sendungen werden hier jährlich abgewickelt. Die Niederlassung übernimmt damit eine zentrale Funktion bei der Warenverteilung innerhalb Österreichs sowie auf den Transportachsen zwischen West-, Mittel- und Osteuropa.
Mehr als 800 Beschäftigte am Standort
Seit der Eröffnung ist die Niederlassung deutlich gewachsen. Waren 2006 noch 564 MitarbeiterInnen beschäftigt, sind es heute mehr als 800. Auf einer Gesamtfläche von rund 130.000 Quadratmetern werden nationale und internationale Landverkehre, Luft- und Seefracht sowie Kontraktlogistik und Home Delivery abgewickelt. Weitere 30.000 Quadratmeter stehen im nahe gelegenen Enzersdorf zur Verfügung.
Zu den Kunden zählen internationale Unternehmen aus der Konsumgüter-, High-Tech-, Bau- und Klimatechnikbranche. Ein wesentlicher Standortvorteil ist die Verkehrsanbindung: Maria Lanzendorf liegt in unmittelbarer Nähe der Wiener Außenring-Schnellstraße S1, des Güterzentrums Wien Süd und des Flughafens Wien-Schwechat.

Von der Standortbündelung zum Logistikdrehkreuz
Die Entwicklung verlief allerdings nicht ohne Herausforderungen. Bereits während der Übersiedlung 2006 musste das Unternehmen ein neues Scannersystem einführen und gleichzeitig hohe Sendungsmengen bewältigen. In den folgenden Jahren entwickelte sich Maria Lanzendorf innerhalb des Konzerns auch zu einem Standort für die Weiterentwicklung von Logistikprozessen, digitalen Anwendungen und Ausbildungskonzepten.
„Wer die Anfangszeit miterlebt hat, weiß, dass diese Entwicklung kein Selbstläufer war. Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, wurde von den Mitarbeitenden Schritt für Schritt mit großem Engagement aufgebaut“, sagt Niederlassungsleiter Karl Meiringer.
Auch Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss, verweist auf die langfristige Bedeutung der damaligen Standortentscheidung. „Aus dieser Investition ist ein zentraler Knotenpunkt unseres Netzwerks geworden. Darauf sind wir stolz“, erklärt er.
Die Entwicklung in Maria Lanzendorf zeigt, welche Bedeutung die Bündelung von Transport- und Logistikleistungen an einem verkehrsgünstig gelegenen Standort haben kann. Aus dem ursprünglich für den Großraum Wien konzipierten Logistikzentrum ist innerhalb von zwei Jahrzehnten ein internationaler Umschlag- und Distributionsstandort geworden, der heute eine tragende Rolle im europäischen Netzwerk von Gebrüder Weiss spielt.
