Über die eigene SPOT-Plattform stellt der Logistikdienstleister unter anderem Emissionsdaten auf Sendungsebene bereit. | © cargo-partner
Biokraftstoffe ersetzen fossilen Schiffskraftstoff
cargo-partner hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben 811 Tonnen CO₂e durch den Einsatz von nachhaltigem Schiffskraftstoff (Sustainable Marine Fuel, SMF) eingespart. Der zur Nippon Express Holdings gehörende Logistikdienstleister nutzt dafür die „Ship Green“-Lösung von Hapag-Lloyd.
Von Januar bis Juni kamen im Rahmen des Programms 259,46 Tonnen biogene Kraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen in der Flotte der Reederei zum Einsatz. cargo-partner bietet seinen Kunden damit die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen ihrer Seefrachttransporte zu reduzieren.
Die ausgewiesene Einsparung erhöhte sich im Jahresverlauf deutlich: Im ersten Quartal belief sie sich auf 290,58 Tonnen CO₂e, im zweiten Quartal auf 520,42 Tonnen.
„Durch zertifizierte, emissionsarme Transportlösungen unterstützen wir unsere Kund:innen, messbare Fortschritte auf dem Weg zu ihren Nachhaltigkeitszielen zu machen“, sagt Erich Schatz, Chief Operating Officer Overseas bei cargo-partner. Die Ergebnisse zeigten laut Schatz eine „stetig wachsende Nachfrage nach praktikablen und verlässlichen Lösungen zur Emissionsreduktion in globalen Lieferketten“.
Berechnung nach Well-to-Wake-Prinzip
Die Emissionsminderungen werden nach dem Well-to-Wake-Prinzip berechnet. Berücksichtigt werden damit die Emissionen entlang des gesamten Weges vom eingesetzten Rohstoff bis zur Nutzung des Kraftstoffs im Schiffsantrieb. Als Vergleichsbasis dienen konventionelle fossile Kraftstoffe.
Nach Angaben der Unternehmen stammen die eingesetzten Biokraftstoffe aus zertifiziert nachhaltigen Lieferketten gemäß der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED II. Der zugrunde liegende „Hapag-Lloyd Ship Green Process Report 2025“ wurde zudem im Rahmen einer unabhängigen Prüfung nach ISAE 3000 (revidiert) zertifiziert.
„Unsere enge Kooperation mit cargo-partner beweist, dass nachhaltige Schiffskraftstoffe schon heute einen spürbaren Unterschied machen“, erklärt Danny Smolders, Managing Director Global Sales bei Hapag-Lloyd.
Weitere Insetting-Angebote für den Transport
Das SMF-Programm ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von cargo-partner. Über die eigene SPOT-Plattform stellt der Logistikdienstleister unter anderem Emissionsdaten auf Sendungsebene bereit. Diese sollen Kunden ermöglichen, Transportwege hinsichtlich ihrer Emissionen zu vergleichen und beispielsweise Routen oder Auslastungen zu optimieren.
Neben nachhaltigem Schiffskraftstoff setzt cargo-partner auf weitere Insetting-Lösungen innerhalb der Lieferkette. Dazu zählen Sustainable Aviation Fuel (SAF), Schienentransporte, Elektro-Lkw und hydriertes Pflanzenöl (HVO).
2026 erhielt cargo-partner erneut eine Silbermedaille von EcoVadis. Mit 72 Punkten zählt das Unternehmen nach Angaben von cargo-partner zu den besten 15 Prozent der von EcoVadis bewerteten Unternehmen.
