Stimme und Impulsgeber für nachhaltige Donaulogistik

28.08.2026 | Wasser

Als europäische Lebensader verbindet die Donau Märkte, Regionen und Menschen. PRO Danube AUSTRIA engagiert sich dafür, die Wasserstraße als leistungsfähigen und klimafreundlichen Verkehrsträger nachhaltig zu stärken.

PRO Danube AUSTRIA ist ein unabhängiger, überparteilicher Verein, der sich der Förderung und Weiterentwicklung der Binnenschifffahrt in Österreich und entlang der Donau widmet. Als zentrale Plattform bündelt die Organisation die Interessen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit dem Ziel, die Donau als leistungsfähigen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Verkehrsträger im europäischen Logistiksystem zu stärken.

Die Donau nimmt als zweitlängster Fluss Europas eine Schlüsselrolle im kontinentalen Güterverkehr ein. PRO Danube AUSTRIA sieht in ihr einen „umweltfreundlichen Backbone“ für den Wirtschaftsstandort Österreich, der über erhebliche freie Kapazitäten verfügt und wesentlich zur Entlastung anderer Verkehrsträger beitragen kann. Vor dem Hintergrund von Klimazielen, steigenden Transportvolumina und wachsendem Druck auf Straßen- und Schienennetze gewinnt die Binnenschifffahrt zunehmend an strategischer Bedeutung.

Aufgaben und Zielsetzungen

Im Zentrum der Vereinsarbeit steht die Entwicklung und Förderung einer nachhaltigen Binnenschifffahrt. Dazu gehört insbesondere die Schaffung geeigneter wirtschaftlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen, die eine verstärkte Nutzung der Wasserstraße ermöglichen. PRO Danube AUSTRIA engagiert sich aktiv im politischen und gesellschaftlichen Diskurs, um die Vorteile der Donauschifffahrt – etwa hohe Energieeffizienz, geringe Emissionen und große Transportkapazitäten – stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Ein wesentliches Ziel ist die bessere Integration der Wasserstraße in intermodale Logistikketten. Der Verein setzt sich dafür ein, die Verknüpfung mit Schiene und Straße weiter auszubauen, um eine effiziente, resiliente und nachhaltige Gesamtlogistik zu gewährleisten. Damit leistet PRO Danube AUSTRIA einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsverlagerung („Modal Shift“) hin zu umweltfreundlicheren Transportformen.

Darüber hinaus tritt der Verein als Interessenvertretung der Branche gegenüber politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene auf. Zu den zentralen Anliegen zählen Investitionen in die Infrastruktur der Donau, verlässliche Fahrwasserverhältnisse, die Modernisierung der Flotte sowie die Harmonisierung von Rahmenbedingungen innerhalb der EU sowie aktuell die Implementierung einer Niederwasserversicherung in Österreich nach dem Vorbild der Hagelversicherung in der Landwirtschaft.

Netzwerk und Partnerstruktur

PRO Danube AUSTRIA versteht sich als breit aufgestelltes Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu den Mitgliedern und Partnern zählen:

• Binnenschifffahrtsunternehmen und Binnenhäfen

• Logistikunternehmen und verladende Industrie

• Handels- und Tourismusbetriebe

• Interessenvertretungen wie Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung

• Öffentliche Institutionen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene

Durch diese enge Vernetzung gelingt es dem Verein, unterschiedliche Perspektiven zu integrieren und gemeinsame Positionen zu entwickeln. Gleichzeitig fungiert PRO Danube AUSTRIA gemeinsam mit Pro Danube INTERNATIONAL als Plattform für den Austausch mit internationalen Partnern und europäischen Institutionen in der Donauregion.

Historische Entwicklung

Die Wurzeln des Vereins reichen bis ins Jahr 1879 zurück, als in Wien der Donauverein gegründet wurde. Über mehrere organisatorische Weiterentwicklungen hinweg entstand daraus die heutige Organisation, die seit 2011 unter dem Namen PRO Danube AUSTRIA tätig ist. Der Verein hat seinen Sitz in St. Pölten und knüpft damit an eine lange Tradition der Interessenvertretung der österreichischen Schifffahrt an.

Vorstand und Führung

Die strategische Ausrichtung und operative Steuerung von PRO Danube AUSTRIA obliegen einem Vorstand, der die wesentlichen Bereiche der Donaulogistik widerspiegelt. In diesem Gremium sind Vertreter aus Wirtschaft, Industrie, Logistik, Interessenvertretungen und internationalen Organisationen zusammengeführt.

An der Spitze des Vereins steht seit 2024 Präsidentin Prof. Dr. Lisa-Maria Putz-Egger (Logistikum Steyr).Sie repräsentiert die Organisation nach außen und setzt inhaltliche Schwerpunkte insbesondere in den Bereichen Innovation, Ausbildung und Weiterentwicklung der Logistiksysteme.

Unterstützt wird sie durch den Vizepräsidenten Mag. Fritz Lehr (Hafen Wien).Er bringt langjährige Erfahrung aus dem Hafen- und Infrastrukturmanagement ein und engagiert sich insbesondere für die Stärkung der praktischen Rahmenbedingungen der Donauschifffahrt mit dem Fokus auf die Häfen.

Weitere Mitglieder des Vorstandes repräsentieren unterschiedliche Branchen und Funktionen:

Mag. Alexander Klacska – Vertreter der Wirtschaftskammer Österreich

DI Horst Felbermayr – Repräsentant der Binnengüterschifffahrt und der Logistik (Felbermayr)

DI Harald Gutenthaler – Vertreter der Industrie (voestalpine)

DI Dr. Gerald Riha – Vertreter der Logistikbranche (ILL Industrie Logistik Linz)

Herfried Leitner, MSc. – Vertreter von PRO Danube INTERNATIONAL und der Binnengüterschifffahrt (TTS)

Mag. Werner Zumpf – Vertreter des Handels (RWA)

Dr. Robert Lichtner – Vertreter des Danube Strategy Point (EU-Donauraum-strategie)

Diese Zusammensetzung verdeutlicht den Anspruch des Vereins, als gesamtheitliche Interessenplattform zu agieren. Durch die Einbindung zentraler Akteure aus unterschiedlichen Bereichen wird sichergestellt, dass sowohl wirtschaftliche Anforderungen als auch politische und strategische Zielsetzungen in die Arbeit einfließen.

Beitrag zur nachhaltigen Verkehrsentwicklung

Mit seinem Engagement leistet PRO Danube AUSTRIA einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des europäischen Verkehrs- und Logistiksystems. Die Förderung der Binnenschifffahrt unterstützt nicht nur die Wirtschaft durch effiziente Transportlösungen, sondern trägt auch maßgeblich zur Reduktion von Emissionen und zur Erreichung klimapolitischer Ziele bei.

Die Donau verbindet zahlreiche Länder und Märkte. PRO Danube AUSTRIA versteht sich daher nicht nur als nationale Interessenvertretung, sondern in Kooperation mit PRO Danube INTERNATIONAL auch als aktiver Partner in der europäischen Zusammenarbeit. Ziel ist es, die Donaulogistik langfristig als tragende Säule eines nachhaltigen, resilienten und wettbewerbsfähigen Verkehrssystems zu etablieren.

Statements der Vorstandmitgliedern

DI Horst Felbermayr, Geschäftsführer der Felbermayr Holding:
„Österreich und Europa brauchen Transportwege, die resilient, kosteneffizient und klimaverträglich sind. Die Wasserstraße Donau bietet dafür freie Kapazitäten, hohe Energieeffizienz und direkte Anbindungen an die Nordseehäfen sowie an zentrale Märkte Südosteuropas bis hin zum Schwarzen Meer. Wer die Donau stärkt, stärkt also Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Wertschöpfung. Wir von PRO Danube AUSTRIA stehen dafür ein, diese ökonomische und ökologische Bedeutung der Donau sichtbar zu machen und sie als klimaverträglichen Korridor zu stärken.“

Mag. Alexander Klacska, Geschäftsführer der Klacska Group sowie Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der WKÖ:
„Die Donau ist weit mehr als ein ergänzender Verkehrsträger: Sie ist eine strategische Reserve und ein umweltfreundliches Rückgrat für leistungsfähige Lieferketten.PRO Danube AUSTRIA vertritt aktiv das Gesamtinteresse der Schifffahrt in Österreich und leistet dabei einen wichtigen Beitrag, indem Wirtschaft, Infrastruktur und Politik vernetzt und die Wasserstraße als zeitgemäßer Teil multimodaler Transportketten sichtbar gemacht werden.“

Mag. Fritz Lehr, Kaufmännischer Geschäftsführer des Hafens Wien:
„Als zentrale Plattform der österreichischen Binnenschifffahrt versteht sich PRO Danube AUSTRIA als Interessenvertretung und Impulsgeber, um die Potenziale der Donau als leistungsfähigen und nachhaltigen Verkehrsträger zu stärken. Aktuell sind die Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse, die Digitalisierung entlang des Donaukorridors sowie die Umsetzung des Aktionsprogramms Donau 2030 prioritär. Wenn wir die Verkehrswende ernst nehmen, müssen wir die vorhandenen Kapazitäten auf der Wasserstraße konsequenter nutzen und Schiene, Straße und Schiff noch stärker vernetzen.“

Dr. Robert Lichtner, Leiter des Sekretariats der EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR):
„PRO Danube AUSTRIA spielt eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung der Binnenschifffahrt im Donauraum. Sie bringt die Interessen von Wirtschaft, Logistik und Verwaltung in nationale und europäische Prozesse ein. Sie trägt dazu bei, die Donau als leistungs- und zukunftsfähige europäische multimodale Verkehrsachse zu stärken.“

DI Dr. Gerald Riha, Geschäftsführer der Industrie-Logistik-Linz GmbH:
„Die Binnenschifffahrt bietet hohe Transportkapazitäten, Energieeffizienz und eine leistungsfähige Anbindung an internationale Märkte. Als Logistikpartner der Industrie erleben wir täglich, wie wichtig leistungsfähige und resiliente Lieferketten sind. PRO Danube AUSTRIA leistet dabei einen wichtigen Beitrag, indem sie die Bedeutung der Wasserstraße als Teil einer modernen Verkehrsinfrastruktur sichtbar macht.“

Mag. Werner Zumpf, Leiter des Geschäftssegments Agrarhandel bei RWA:
„Die Binnenschifffahrt ist ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Agrarlogistik. Rein kosten- und umweltseitig ist sie sehr kompetitiv, und wir nutzen sie bei passenden Destinationen vorrangig. Damit trägt die Binnenschifffahrt wesentlich zur Versorgungssicherheit entlang der gesamten agrarischen Wertschöpfung bei.“

Herfried Leitner, MSc., Geschäftsführer von TTS:
„Die intelligente Verknüpfung von Wasserstraße, Schiene und Straße wird effiziente Door-to-Door-Lösungen ermöglichen und entscheidend dazu beitragen, zusätzliche Gütermengen auf die Wasserwege zu verlagern. Ich sehe die Zukunft in integrierten Transportkonzepten, in denen die Binnenschifffahrt eine tragende Rolle übernimmt und gleichzeitig auch KMU einen einfachen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Zugang zum Verkehrsträger Binnenschiff ermöglicht.“

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