Mit CTL-Parcel reagiert die Kooperation auf die steigende Nachfrage nach B2B-Paketdiensten. | © CTL
Ab dem 3. August 2026 können CTL-Partner mit CTL-Parcel Pakete bis 20 Kilogramm sowie Kleinpakete bis drei Kilogramm national und in ausgewählte europäische Märkte versenden. Auch Gefahrgut kann über das neue Produkt transportiert werden. Die Regellaufzeit beträgt 48 Stunden.
Nach Angaben des Unternehmens erfolgt die Integration vollständig in die bestehende Netzwerk- und IT-Infrastruktur. Partner benötigen weder neue Schnittstellen noch zusätzliche Labels oder separate Abrechnungssysteme. Auch die Sendungsverfolgung läuft über das bestehende CTL-Tracking.
„Stückgut ist und bleibt unser Kerngeschäft – aber unsere Partner berichten uns seit Jahren, dass ihre Kunden nach einer Paketlösung aus demselben Haus fragen. Mit CTL-Parcel geben wir jetzt diese Antwort”, sagt Francesco De Lauso, CEO der CTL AG.
Erweiterung des Leistungsportfolios
Den Ausschlag für die Einführung gab eine Netzwerkumfrage aus dem Jahr 2025. Demnach signalisierten 72 Prozent der befragten Partner ohne eigenes Paketangebot Interesse an einer integrierten Lösung. Mit CTL-Parcel reagiert die Kooperation auf die steigende Nachfrage nach B2B-Paketdiensten und erweitert gleichzeitig ihr Leistungsportfolio.
Die Pakete werden über die bestehenden Nachtlinien zum Zentral-HUB in Homberg transportiert und dort für die Weiterleitung über ein europäisches KEP-Netzwerk vorbereitet.
„Wir wollten ein Produkt schaffen, das ohne neue IT, ohne separate Schnittstelle und ohne zusätzliche Belastung der operativen Kernprozesse funktioniert. Genau das haben wir mit CTL-Parcel umgesetzt“, erklärt De Lauso.
Weitere Ausbaustufen geplant
Zum Marktstart stehen zunächst nationale Verkehre sowie ausgewählte europäische Destinationen im Fokus. Eine schrittweise Erweiterung auf weitere Länder ist bereits vorgesehen.
„Für Verlader bedeutet CTL-Parcel: Stückgut und Paket aus einer Hand, ein Tracking, eine Rechnung, ein Ansprechpartner“, sagt Abraham Garcia Martinez, CFO der CTL AG. Für die Netzwerkpartner eröffne das neue Produkt zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten, ohne Investitionen in eigene Paketstrukturen tätigen zu müssen.
Eine erste Bewertung des Produkts ist für Ende September geplant. Im zweiten Quartal 2027 will die Tarif- und Produktkommission über weitere Ausbaustufen entscheiden. Diskutiert werden unter anderem Zustelloptionen, Regionalhubs sowie die Anbindung weiterer europäischer und internationaler Märkte.
