Zu den transportierten Gütern zählen Sessellifte, Gondeln, Ziplines und eine Alpenachterbahn. | © MND
Der Logistikdienstleister GEODIS übernimmt den Transport zentraler Ausrüstung für den Ausbau des Chimgan-Resorts in Usbekistan. Für das Projekt des französischen Industriekonzerns MND hat das Unternehmen eine multimodale Transportlösung entwickelt, die ab März 2026 in eine neue Phase geht.
Bereits im vergangenen Jahr wurden 92 Lieferungen abgewickelt, darunter vier Sonderkonvois mit Seilbahnanlagen und Infrastruktur. Nun folgen weitere Transporte für den Ausbau des ganzjährigen Tourismusprojekts nordöstlich von Taschkent.
Alternative Route ohne Russland und Iran
Aufgrund geopolitischer Einschränkungen ist ein Transit durch Russland oder den Iran derzeit nicht möglich. GEODIS setzt daher auf eine kombinierte Straßen- und Seetransportlösung. Die Ausrüstung wird von mehreren europäischen Standorten zu den Häfen Sète in Frankreich und Triest in Italien gebracht. Von dort erfolgt der Weitertransport per Schiff über die Türkei und das Kaspische Meer nach Usbekistan.
Die durchschnittliche Transportdauer liegt laut Unternehmen zwischen 30 und 45 Tagen. Eingesetzt werden unter anderem Tautliner-Sattelauflieger, um flexible Umschläge zwischen Straße und Seeweg zu ermöglichen.
Komplexe Logistik für Großprojekt
Zu den transportierten Gütern zählen Sessellifte, Gondeln, Ziplines und eine Alpenachterbahn. Sie bilden die infrastrukturelle Grundlage für das geplante Bergtourismuszentrum im Tschatkalgebirge, das sich zu einer der führenden Freizeitdestinationen Zentralasiens entwickeln soll.
Für GEODIS ist das Projekt ein Beispiel für die wachsende Bedeutung alternativer Logistikkorridore. „Dieses hochkomplexe internationale Projekt verdeutlicht unsere Expertise auf perfekte Weise, indem wir maßgeschneiderte Lieferketten entwickeln, wenn traditionelle Routen nicht mehr verfügbar sind“, sagt Marc Vollet, Executive Vice-President of European Road Network Activities bei GEODIS. Ziel sei es, Lieferströme zu sichern und Lieferzeiten unter schwierigen Rahmenbedingungen zu kontrollieren.
Mit der Fortsetzung der Transporte intensiviert GEODIS die Zusammenarbeit mit MND im Bereich European Road Network. Das Projekt unterstreicht zugleich, wie stark geopolitische Entwicklungen internationale Lieferketten beeinflussen – und wie Logistikdienstleister darauf reagieren müssen.
