Mit der Erweiterung stärkt WEC Lines insbesondere die Nord-Süd-Verknüpfung. | © WEC Lines
WEC Lines erweitert zum 10. September seinen bisherigen ISS-Dienst und führt ihn künftig unter dem Namen ISS-PT. Kern der Neuordnung ist Setúbal: Der portugiesische Hafen übernimmt die Funktion als Umschlagknoten zwischen den südspanischen Verbindungen und den Diensten der Reederei nach Nordwesteuropa.
Der wöchentliche Shortsea-Dienst bindet Valencia, Alicante, Cartagena, Almería, Málaga, Gibraltar, Huelva und Cádiz sowie Nador in Marokko an Setúbal und Sines an. In Setúbal bestehen Weiterverbindungen nach Thamesport, Liverpool, Dublin, Montoir, Antwerpen, Moerdijk, Rotterdam und Hamburg.
Damit reagiert die Reederei nach eigenen Angaben auf eine steigende Nachfrage nach Seeverbindungen zwischen Südspanien und Nordwesteuropa. Zugleich positioniert WEC Lines den ausgebauten Dienst als Alternative zu Langstreckentransporten auf der Straße.
Setúbal wird zum zentralen Knotenpunkt
„Angesichts der stetig wachsenden Nachfrage von Südspanien in Richtung Nordwesteuropa war der Ausbau der ISS-PT-Verbindung der logische nächste Schritt“, sagt Marc Gnurlandino, Leiter des Linienmanagements bei WEC Lines. Durch Setúbal als strategisches Tor habe das Unternehmen „eine wichtige Lücke in unserem Netzwerk geschlossen“.
Für den ISS-PT-Dienst setzt WEC Lines zwei Schiffe mit einer Kapazität von jeweils 868 TEU ein. Sie verkehren in einer 14-tägigen Rotation und ermöglichen damit wöchentliche Abfahrten.
Neben Standardcontainern stehen 45-Fuß-HCPW-Container sowie 40- und 45-Fuß-Kühlcontainer zur Verfügung. Damit können auch Tiefkühlprodukte und andere verderbliche Waren über die Verbindung transportiert werden.
Shortsea-Netz auf der Iberischen Halbinsel wächst
Mit der Erweiterung stärkt WEC Lines insbesondere die Nord-Süd-Verknüpfung seines europäischen Shortsea-Netzes. Für Verlader aus Südspanien entstehen über den Hub in Setúbal zusätzliche Verbindungen zu wichtigen Häfen in Großbritannien, Irland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland. Der Ausbau unterstreicht zugleich die Bedeutung der Iberischen Halbinsel für das Netzwerk der Reederei. „Spanien und Portugal standen schon immer im Mittelpunkt des Netzwerks von WEC Lines“, so Gnurlandino.
