Mit Swarm Automation Transport stellt Toyota Material Handling eine neue Lösung zur Automatisierung zentraler Lagerprozesse vor. (Foto: Toyota Material Handling Europe)
Toyota Material Handling Europe richtet seine Intralogistikstrategie konsequent auf Nachhaltigkeit und Automatisierung aus. Auf der LogiMAT 2026 präsentiert das Unternehmen mehrere Entwicklungen, die sowohl die CO₂-Bilanz als auch die Sicherheit und Effizienz in Lager- und Produktionsumgebungen verbessern sollen.
Im Zentrum stehen drei Themenfelder: emissionsärmere Produktdesigns, intelligente Assistenzsysteme und skalierbare Automatisierungslösungen.
CO₂-Reduktion entlang der gesamten Wertschöpfung
Ein zentraler Ansatzpunkt ist die Reduktion von Emissionen bereits im Produktdesign. Toyota setzt verstärkt auf CO₂-reduzierte Materialien und arbeitet dabei unter anderem mit dem Stahlhersteller SSAB zusammen. Erste Ergebnisse zeigen messbare Effekte: Beim Handhubwagen LHM230 konnten die Emissionen um 18 Prozent gesenkt werden.
Parallel wird die Energieeffizienz der Fahrzeuge weiter gesteigert. „Ein Beispiel ist der neue Toyota Traigo80, der im Vergleich zu früheren Modellen bis zu 12 % Energie einspart“, erklärt Marc Maureaux, Senior Sustainability Manager bei Toyota Material Handling Europe.
Die Nachhaltigkeitsstrategie wird auch extern bestätigt: Im EcoVadis-Rating zählt Toyota zu den besten ein Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen.
Elektrifizierung im Schwerlastsegment
Mit dem neuen Elektrostapler Traigo80 adressiert Toyota insbesondere anspruchsvolle Anwendungen im Schwerlastbereich. Die Baureihe deckt Tragfähigkeiten bis fünf Tonnen ab und soll klassische Verbrenner zunehmend ersetzen.
„In vielen Einsatzbereichen sind leistungsstarke und gleichzeitig emissionsfreie Stapler heute unverzichtbar“, sagt Oskar Zettl, Geschäftsführer von Toyota Material Handling Austria.
Neben unterschiedlichen Batterieoptionen setzt Toyota auf höhere Leistungswerte und verbesserte Ergonomie. „Der Traigo80 vereint präzise Steuerung, moderne Technologie und ein durchdachtes Design“, ergänzt José Maria Gener, Vice President Sales & Marketing bei Toyota Material Handling Europe.

(Foto: Toyota Material Handling Europe)
Assistenzsysteme für mehr Sicherheit
Parallel rückt die Sicherheit im Lagerbetrieb stärker in den Fokus. Mit dem System Operator Detection Assist (ODA) erweitert Toyota seine Mitgängergeräte um eine sensorbasierte Personenerkennung.
Das System überwacht kontinuierlich die Position des Bedieners und passt Geschwindigkeit sowie Fahrverhalten automatisch an. Ziel ist es, Unfälle proaktiv zu vermeiden, ohne die Produktivität einzuschränken.
„Unser Ziel ist es, Geräte zu entwickeln, die Bediener aktiv unterstützen und nicht nur auf sie reagieren“, sagt Jimmy Henrard, Product Manager Safety Solutions bei Toyota Material Handling Europe.
Automatisierung wird skalierbar
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung von Materialflüssen. Mit „Swarm Automation Transport“ stellt Toyota eine Lösung vor, die sich flexibel in bestehende Lagerumgebungen integrieren lässt.
Das System kombiniert automatisierte Fahrzeuge mit einer zentralen Steuerungssoftware und ermöglicht sowohl vollautomatisierte als auch hybride Prozesse. Besonders bei repetitiven Transportaufgaben sollen Effizienzgewinne erzielt werden.
„Swarm Automation Transport ist ein bedeutender Schritt Automatisierung für jedes Lager zugänglich zu machen“, sagt José Maria Gener.
Intralogistik im Wandel
Die vorgestellten Lösungen zeigen, wie sich die Anforderungen an die Intralogistik verändern: Neben Leistungsfähigkeit rücken Nachhaltigkeit, Sicherheit und Flexibilität zunehmend in den Vordergrund.
Toyota positioniert sich dabei als Anbieter integrierter Lösungen – von energieeffizienten Fahrzeugen über digitale Tools bis hin zu automatisierten Gesamtsystemen. Damit reagiert das Unternehmen auf den wachsenden Druck, Logistikprozesse wirtschaftlicher und gleichzeitig klimafreundlicher zu gestalten.
