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„Weg von der klassischen österreichischen Raunzer­-Mentalität“

Foto: AustrianStartups
Markus Raunig, Managing Director von AustrianStartups, möchte, dass das Gründen in Österreich den gleichen Stellenwert erhält wie das Skifahren.
Foto: AustrianStartups

Markus Raunig, Managing Director von AustrianStartups, will Entrepreneurship in Österreich auf den gleichen Stellenwert wie Skifahren bringen. Wir sprachen mit ihm über die heimische Start­-up-­Szene.


Verkehr: Welche Ziele verfolgen Sie mit "AustrianStartups"?
Markus Raunig:
Als gemeinnützige Non-­Profit-­Plattform für Inspiration, Vernetzung und Veränderung arbeiten wir daran, dass Entrepreneurship in Österreich eines Tages den gleichen Stellenwert erhält wie Skifahren.

Was wollen Sie bis Ende 2018 bzw. in den kommenden fünf Jahren erreichen?

Raunig:
Unser großes Ziel für 2018 ist, dass wir endlich Zahlen, Daten und Fakten zur Start­-up-­Szene in Österreich schaffen. Deshalb haben wir mit dem "Austrian Startup Monitor" ein großes Forschungsprojekt gestartet, das hier Licht ins Dunkel bringen soll. Längerfristig soll das auch ein Startschuss sein, um AustrianStartups als unabhängigen Think Tank im Bereich Entrepreneurship & Innovation zu etablieren.

Wie sieht eine typische Betreuung von Start­-ups aus?

Raunig:
Die persönliche Betreuung von Start­-ups überlassen wir Investoren, Inkubatoren & Acceleratoren, aber wir versorgen Gründer über unsere Kommunikationskanäle mit hilfreichen Informationen, vernetzen sie in unseren diversen Event-­Reihen mit den richtigen Leuten und sorgen durch unsere politische Arbeit als Think Tank für bessere Rahmenbedingungen. Auf unserer Website, unseren Social­-Media-­Kanälen und in unserem Newsletter bieten wir einen Überblick über das österreichische Start­-up-­Ökosystem, News zu aktuellen Angeboten für Start-­ups und eine Auswahl der besten Start­-up­-Events in Österreich. Mit dem AustrianStartups­-Stammtisch organisieren wir das größte monatliche Meetup der Start-­up­ Szene in Österreich (regelmäßig 200+ Teilnehmer), außerdem organisieren wir Office Hours, um Start­-ups Pro-­bono­-Beratung anzubieten sowie spezielle Events zur Vernetzung von Start­-ups und Investoren. Mit unserer Expertise und Forschungresultaten helfen wir Entscheidungsträgern dabei, Österreich für Start­-ups attraktiver zu gestalten und somit auch internationale Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Konkret haben wir in unserer Start-­up­ Agenda zuletzt 36 Empfehlungen ausgesprochen, was sich hier konkret ändern sollte.

Wie sehen Sie den Vergleich der heimischen zur internationalen, vor allem deutschen, Start­-up­ Szene?
Raunig:
Deutschland und vor allem Berlin haben uns schon noch einiges voraus, aber Österreich hat eine realistische Chance, der führende Start­-up-­Hub in Zentral-­ und Osteuropa zu werden. Dafür braucht es jetzt allerdings echtes Commitment der Politik und einen Kulturwandel in der Gesellschaft hin zu mehr unternehmerischem Denken.

Wo sehen Sie hier noch Verbesserungspotential?

Raunig:
Wir müssen wegkommen von der klassischen österreichischen Raunzer-­Mentalität und hin zu einer Erkenntnis, dass jeder selbst Lösungen für Probleme entwickeln kann.


Die Fortsetzung dieser Story finden Sie in der kommenden Print-Ausgabe (VK 16/2018) oder im Austria Kiosk.



Weitere Themen in der Ausgabe 16/2018:

- Die Luft ist sauber: Bis 2050 soll der Verkehr in der EU umweltfreundlicher, sicherer, digitaler, wettbewerbsfähiger und nutzerfreundlicher werden. Mit den folgenden zwei großen Initiativen für den gesamten Verkehrsbereich soll das gelingen.

- Die Erwartungen an die "Neue Seidenstraße":Wie schätzen die Topmanager der Logistikunternehmen in Österreich die Chancen und Risken der "Neuen Seidenstraße" für ihre Unternehmen und den Standort Österreich ein? Eine neue Studie der FH des BFI gibt Aufschluss darüber.

- Die Plane schlägt Alarm: Ein deutscher Student hat eine Plane entwickelt, die verhindern soll, dass Waren vom Fahrzeug gestohlen werden. Ihre Funktionsweise ist erstaunlich simpel.

- "Österreich ist das am höchsten bemautete Land innerhalb der EU": Peter Michael Tropper, Geschäftsführer des Fachverbandes für das Güter­ beförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich, sieht gute Chancen für den Güterverkehr im neuen Regierungsprogramm und geht auf Fragen der aktuellen Verkehrssituation in Österreich ein.

- "Das Geheule ist scheinheilig": Kabotage-Fahrten wurden zu einem Geschäftsmodell entwickelt, kritisiert Christian Strasser, Spartenobmann Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Oberösterreich. Die EU sollte deshalb konsequnter handeln und wirksame Regeln dagegen aufstellen.

- "Logistik wird selten mitgedacht": Im Rahmen des 3. Go-Asset-City-Logistik-Symposiums zum aktuellen Thema "City Logistik befeuert Innovation" wurden aktuelle Trends sowie Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert.

- Wünsche an die Politik: Max Schachinger, Beiratsvorsitzender Schachinger Logistik Holding

 


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