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VCÖ zeichnet Kone und Econsult für Pilotprojekt Logstep aus

Foto: VCÖ / APA-Fotoservice / Hautzinger
Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (2.v.l.) und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä (r.) überreichen die Auszeichnung an Erwin Trinkl-Sebald, Logistikmanager KONE Österreich (3.v.l.). Ganz links auf der Bühne des Wiener Odeon-Theaters: VCÖ-Geschäftsführer Dr. Willi Nowak.
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Das Unternehmen will weitere Servicetechniker in das bislang erfolgreiche Testprojekt einbeziehen.

Mit frischen Ideen kann die Verkehrswende gelingen: Seit vier Monaten sind Techniker des Aufzugsherstellers Kone in engen Wiener Straßen mit E-Lastenrädern und E-Rollern klimafreundlich und raumsparend unterwegs. Daher hat die Mobilitätsorganisation „VCÖ – Mobilität mit Zukunft“ am vergangenen Freitag Kone und die Logistikberatung Econsult mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Österreich 2021 in der Kategorie „Emissionsfreier Gütertransport und Logistik“ ausgezeichnet. Die österreichische Verkehrs- und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und der ÖBB-Vorstandsvorsitzende Andreas Matthä überreichten dem Logistikmanager von Kone Österreich, Erwin Trinkl-Sebald, die Auszeichnung am vergangenen Freitag im Odeon-Theater in Wien. Insgesamt zählte der VCÖ in diesem Jahr 375 eingereichte Projekte, Forschungsarbeiten und Konzepte. Eine Fachjury aus insgesamt 52 Expertinnen und Experten bewertete in 12 Kategorien die Projekte. Die fünf am besten bewerteten Projekte konnten über ein Online-Publikumsvoting Zusatzpunkte erhalten.

Kone und Econsult haben Logstep gemeinsam entwickelt, die Bundesländer Wien und Niederösterreich, die jeweiligen Wirtschaftskammern sowie das österreichische Bundesministerium für Klimaschutz unterstützen das Leuchtturmprojekt. Kone möchte die Erkenntnisse aus dem Projekt auf Ballungsräume weltweit übertragen. Der Aufzughersteller will bis 2030 CO2-neutral arbeiten. „Es braucht smarte Logistiklösungen, um die Klimaziele zu erreichen. Viele Unternehmen sind bereit für die Umsetzung, aber Rahmenbedingungen und Infrastrukturen müssen passen“, beschreibt Econsult-Geschäftsführer Jürgen Schrampf die aktuelle Situation, auch mit Blick auf die teilweise knappen Abstellmöglichkeiten für Zweiräder. Schrampf sieht Pilotprojekte als Schlüssel zum Erfolg: „Man kann im kleinen Rahmen testen und nachsteuern, ehe im Großen investiert wird.“

Kone weitet Testphase aus
„Die bisherige Testphase verlief positiv, sodass wir Logstep jetzt ausweiten wollen“, erklärt Kone Österreich-Geschäftsführer Petru Huurinainen. Nach knapp drei Monaten, Ende August, hatte das Unternehmen die bisherigen Erfahrungen der Techniker ausgewertet. „Wir werden jetzt Roller mit stärkeren Akkus einsetzen und mit den Herstellern über die Konstruktion kompakterer Lastenräder sprechen, die auf den engen Radparkplätzen der Stadt abgestellt werden können“, erklärt er. Darüber hinaus setzt das Unternehmen jetzt auch E-Bikes ein. „Sie sind kompakter als Lastenräder, bieten aber mehr Transportmöglichkeiten als Roller“, so Huurinainen. Künftig sollen weitere Techniker einbezogen und zusätzliche Microhubs eingerichtet werden, um die teilweise noch als Zwischenlager eingesetzten Dienstfahrzeuge endgültig überflüssig zu machen. Ihre Praxiserfahrungen werden Kone und Econsult in die laufenden Planungsprozesse in Wien zur Umsetzung von nachhaltigen Logistiklösungen einbringen. Die Auszeichnung mit dem Mobilitätspreis sehen die Verantwortlichen als große Anerkennung und zusätzlichen Ansporn, für die Ausweitung ihres Zero-Emission-Konzepts.


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Der Podcast der Internationalen Wochenzeitung Verkehr in Kooperation mit Julia Schütze.

Hören Sie hier das Interview mit Andreas Matthä, CEO der ÖBB Holding.

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