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Terminal Wien Süd wird größer

Foto: Müller
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Die ÖBB wollen den Schienen-Güterverkehr massiv ausbauen.

Die ÖBB Infrastruktur AG hat den Güterterminal Wien Süd im 11. Wiener Gemeindebezirk für 19 Mio. Euro erweitert und hält jetzt eine jährliche Umschlagskapazität für rund 310.000 Intermodale Ladeeinheiten (ITE) vor. Der jetzt abgeschlossenen zweiten Ausbauphase soll auch eine dritte folgen mit dem Ziel an diesem Standort 420.000 ITE umschlagen zu können. Der Güterterminal Wien Süd wird von der zur ÖBB Infrastruktur AG gehörigen Terminal Service Austria (TSA) als Terminaldienstleister gemanagt und ist ein Standort, der nicht nur den ÖBB, sondern auch anderen Akteuren in der Logistik-Branche jederzeit offensteht. „Die ÖBB werden das System Schiene in der Zukunft erheblich leistungsfähiger machen. Mit den geplanten Milliardeninvestitionen in den nächsten Jahren wollen wir die Leistung im Güterverkehr auf der Schiene bis 2040 verdoppeln“, betonte ÖBB-Holding-Chef Andreas Matthä.

Die aktuelle Erweiterung des Terminal Wien Süd sei Teil der Offensive in den konsequenten Ausbau der Schieneninfrastruktur inklusive Ausbau von Terminals und Verschiebebahnhöfen. Der Terminal Wien Süd ist der Hauptbahnhof für Güter in der Ostregion und habe sich seit der Inbetriebnahme Ende 2016 wirtschaftlich hervorragend entwickelt. Nach drei Jahren operativen Betrieb lag die Auslastung bei über 80 Prozent, daher war der Ausbau des Terminals der nächste logische Schritt, so Matthä.

Fahren für MSC
Die größten Terminal-Kunden von TSA sind derzeit die ÖBB Rail Cargo Group und die Reederei MSC, die wöchentlich zahlreiche Züge von diesem Standort aus zu europäischen Nord- und Südhäfen abfertigt und mit der Leistungsfähigkeit des Terminals zufrieden ist, wie Nicola Lelli, Direktor MSC für Österreich, anmerkte. MSC ist seit 2016 auf dem Terminal Kunde lässt seine Container im Hinterlandverkehr vorwiegend über die Schiene transportieren. Zu Beginn dieses Jahres wurde die Zahl von der Rail Cargo Group traktionierten MSC-Züge von Wien und Linz nach Triest v. v. erhöht und eine weitere Verdichtung des Zugangebots steht bevor. MSC nutzt den Terminal auch als Depotstandort, wo TSA neben Umschlag, Lagerung, Depothaltung auch Container-Reparaturen anbietet. Der Terminal steht bei MSC auch im Fokus, wenn es darum geht die Short-Sea-Verkehre von und nach Österreich zu pushen. Schon bald sollen in den Österreich-Zügen auch Reefer-Container befördert werden können, gerade sei man dabei die MSC-Container mit der entsprechenden Technologie auszustatten. 

Leistungsfähige Infrastruktur
Im vergangenen Jahr wurden auf dem Terminal Wien Süd rund 175.000 ITE abgefertigt und das Gros davon brachte die ÖBB Rail Cargo Group (RCG), der Güterkonzern der ÖBB. Clemens Först, Vorstandssprecher der RCG ist überzeugt, dass die Bahn in 10 bis 15 Jahren für die Entwicklung eines nachhaltigen Landverkehrs in Europa das beste Transportmittel sein wird. Wenngleich derzeit die Bahn in Europa bei einem bescheidenen Anteil von 18 Prozent am Gesamtverkehr hat. Mehr Verkehr können die Bahnen selbst allein nicht schaffen, „was wir brauchen sind eine leistungsfähige Infrastruktur, Abbau der technischen Hemmnisse und faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber dem Lkw“, so Först. Naheliegend daher der Ruf nach Internalisierung der externen Kosten im Straßengüterverkehr. Damit Güterzüge so einfach durch Europa fahren können (wie es Lkws schon tun), bedarf es laut Matthä einer „Revolution“, wie beispielsweise die Einführung der automatischen Kupplung in ganz Europa oder einfachere Zugangsmöglichkeiten zum System Bahn für potenzielle Kunden. Ein Beispiel dafür ist SmartLINK als Eintrittsportal in die digitale RCG.


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Der Podcast der Internationalen Wochenzeitung Verkehr in Kooperation mit Julia Schütze.

Hören Sie hier das Interview mit Andreas Matthä, CEO der ÖBB Holding.

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