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Spar-Zentrallager nimmt Vollbetrieb auf

Bild: SPAR
Das vollautomatische Lager- und Kommissioniersystem OPM (Order Picking Machinery) ist das Herzstück des neuen Lagers.
Bild: SPAR

Die dritte Baustufe des Spar-Zentrallagers in Wels wurde fertiggestellt.

Ursprünglich für 80.000 Einheiten pro Tag ausgelegt, haben im Jahr 2013 über 155.000 Einheiten täglich das Logistikzentrum, das die Drehscheibe für die Produktversorgung für die 1.600 SPAR-Standorte in ganz Österreich ist, verlassen. Das brachte das Spar-Zentrallager an seine Grenzen und sprengte die Kapazitäten. Nach zwei Jahren Ausbauzeit und Investitionen von rund 45 Millionen Euro nimmt das Lager nun den Vollbetrieb auf.

„Wir haben in den vergangenen Jahren laufend expandiert. Wachstum fordert auch laufende Erweiterungen und Optimierungen der Logistik. Als Vollversorger ist es unser Auftrag, Österreich flächendeckend mit Lebensmitteln zu versorgen“, meint der für Logistik zuständige Spar-Vorstandsdirektor Mag. Fritz Poppmeier. Mit der Firma Witron Logistik + Informatik GmbH aus Bayern wurde die Erweiterung und Modernisierung des Lagers auf 30.000 m² Gesamtfläche realisiert.

Modernisierung am laufenden Band

Die gesamte bestehende Anlage kann dank vollautomatischem Lager- und Kommissioniersystem,  Hochregallager, Rollbehälter und Optimierung des Wareneingangs- und Warenausgangsbereichs jetzt effizienter genutzt und über ein Netz an Fördertechnik-Strecken mit dem bestehenden Gebäude optimal integriert werden. Weitere Vorteile des neuen Lagers sind die Palettenstellplätze im automatischen Hochregallager, die von 22.500 auf über 40.000 angehoben werden. Im tiefergelegten Hochregallager können bestimmte Warengruppen wie Wein bei konstanter Temperatur gelagert werden.

Vollautomatisches Lager- und Kommissioniersystem

Herzstück des Lagers ist das vollautomatische Lager- und Kommissioniersystem OPM (Order Picking Machinery). Rund 4.000 Artikel, vor allem die größervolumigen Produkte des Zentrallagers wie Weine, werden aus dem Kistenlager in den neuen Lagerteil OPM verlagert und dort filialgerecht auf Rollbehälter kommissioniert. Das Besondere: Nach Eingang der Warenbestellung berechnet das System aufgrund der Größe und des Gewichts der Verpackungseinheit die Anordnung der Artikel auf dem Rollcontainer und schlichtet diese dann nach einem perfekten Schlichtmuster möglichst ohne Zwischenräume. Diese exakte Schlichtung erlaubt es, dass mehr Ware pro Rollbehälter das Lager verlassen kann.

Pro Tag sind es bis zu 66.000 Versandeinheiten, die im dritten Bauabschnitt des Zentrallagers Wels kommissioniert und auf die Reise geschickt werden. Durch die neue Lagerlogik der Waren in neuen und alten Lagerteil (größervolumige Artikel werden nun im neuen Bauteil gelagert), kann der Füllgrad pro Kiste in diesen Lagerteilen deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig wird die Warenausgangsleistung in diesem Bereich um zusätzliche rund 20 Prozent erhöht. „Der nun fertiggestellte Ausbau bewirkt eine deutliche Leistungs- sowie Umschlagserhöhung und gewährleistet eine hochmoderne Abwicklung der Verladungen. Das Resümee nach den ersten Wochen im Vollbetrieb ist mehr als zufriedenstellend“, betont Jakob Leitner, Geschäftsführer der Spar-Zentrale Marchtrenk.

Logistikzentrum stärkt Lagerstruktur von Spar

„Jetzt nach Fertigstellung des Ausbaus kann das vergrößerte und modernisierte Lager eine Pickleistung von bis zu 300.000 Einheiten pro Tag bewerkstelligen“, sagt Martin Gleiss, Leiter Spar-Logistik. Derzeit ist das Lager mit 45 Millionen Colli im Jahr noch nicht am Ende der Kapazitäten. „Wels ist für 50 Millionen Colli ausgelegt – so haben wir für die Zukunft vorgebaut“, so Gleiss weiter. Mit der zur Verfügung stehenden Kapazität entlastet das Logistikzentrum alle sechs Spar-Zentrallager in ganz Österreich nachhaltig. Auch Engpässe des Warenflusses können weitestgehend vermieden und eine raschere Belieferung forciert werden.


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