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Quehenberger ist aus dem Joint Venture mit der ÖBB ausgestiegen

Foto: Pixabay.com / Francisromeo
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Nach dem Ausstieg aus Q Logistics will sich Quehenberger Logistics auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Doch der Ausstieg bedeutet nicht das Ende der Zusammenarbeit – ein neuer Vertrag wurde bereits geschlossen.

Im Sommer 2016 kam die erste Meldung in die Öffentlichkeit, dass die ÖBB Holding und der Salzburger Logistiker Quehenberger Logistics ein gemeinsames Unternehmen gründen wollen, in dem sie ihre Stückgutgeschäfte fusionieren wollen. Q Logistics sollte das Joint Venture heißen. Anfang 2017 wurde mit viel Engagement die Kooperation im Stückgutverkehr gestartet. Bereits gegen Ende desselben Jahres kam es zu personellen Umstrukturierungen im Unternehmen, was zu der Zeit als Zeichen der Anspannung zwischen den Mitarbeitern der jeweiligen Unternehmen gedeutet wurde. Ende 2018 fand die Zusammenarbeit ein jähes Ende. Quehenberger Logistics hat sich aus der gesellschaftsrechtlichen Verantwortung von Q Logistics zurückgezogen. Seitdem ist die ÖBB Holding alleiniger Eigentümer des einstigen Joint Ventures. "Die Unternehmensstrukturen, Umsetzungsgeschwindigkeit und Prozessabläufe der beiden Unternehmen waren zu verschieden, um gemeinsam in erwarteter Form kooperieren zu können", begründet Hermann Költringer, Unternehmenssprecher von Quehenberger Logistics, gegenüber Verkehr das Aus der 50-Prozent-Beteiligung an Q Logistics.

Kooperationsvertrag zwischen beiden Firmen
Die gesellschaftsrechtliche Entflechtung und die neue Form der Zusammenarbeit ermögliche es jetzt beiden Partnern, sich jeweils auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren. Quehenberger Logistics fokussiert sich in Österreich auf branchenspezifische Transportnetzwerke. Laut eigenen Angaben wird Quehenberger Logistics nach wie vor mit Q Logistics zusammenarbeiten. Es wurde bereits ein neuer Kooperationsvertrag zwischen den beiden Firmen geschlossen, der seit Jahresbeginn 2019 wirksam ist und die Details der neuen Zusammenarbeit festlegt. Költringer: "Es besteht weiterhin eine intensive Kooperation im Stückgutbereich." Im Zuge der Umstrukturierung hat Quehenberger Logistics 50 Mitarbeiter aus der Q Logistics in das eigene Retail-Netzwerk übernommen. Die Bilanz: "Es war auf jeden Fall einen Versuch wert und wir erachten eine Stückgut-Kooperation für sehr sinnvoll, nicht jedoch in der vorherigen Konstellation als Miteigentümer", so Költringer. Von Seiten der ÖBB Holding gibt es in dieser Causa nicht viel zu sagen: "Leider muss ich mitteilen, dass Q Logistics derzeit keine Interviews gibt", so ÖBB-Sprecher Daniel Pinka auf Anfrage von Verkehr.


Diese Story stammt aus der Ausgabe VK 6/2019


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