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Plus 3,2 % Umsatz bei der Österreichischen Post

Copyright: Österreichische Post AG Urheberrecht: Klaus Vyhnalek

2019 verlief für Österreichs größten KEP-Dienstleister positiv. Gutes Paketwachstum (+14,5 %) überkompensiert Rückgang in der Division Brief, Werbepost & Filialen (-0,8 %)

Das Geschäft der Österreichischen Post hat sich im Jahr 2019 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen sehr zufriedenstellend entwickelt. Der Konzernumsatz konnte um 3,2 % auf 2.021,6 Mio EUR gesteigert werden. Mit einem starken Wachstum in der Division Paket & Logistik von 14,5 % wurde der Rückgang in der Division Brief, Werbepost & Filialen (-0,8 %) mehr als kompensiert.
 
Der Briefbereich ist weiterhin von der anhaltenden Substitution klassischer Briefe durch elektronische Kommunikationsformen geprägt und ebenso wie das adressierte Werbevolumen – auch beeinflusst durch Verunsicherung aufgrund der Datenschutzgrundverordnung – einem strukturellen Rückgang ausgesetzt. Positive Umsatzeffekte verzeichnete die Division durch das neue Produkt- und Tarifmodell sowie durch Sonderaussendungen und Wahlen im Jahresverlauf 2019.
 
In der Division Paket & Logistik wurden Umsatzsteigerungen sowohl in Österreich (+15,9 %) als auch in den Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa (+8,7 %) verzeichnet. Der Paketmarkt bleibt national und international geprägt von einem Marktwachstum, das auf privaten Online-Shopping Zuwächsen basiert und von anhaltender Wettbewerbsintensität und Preisdruck betroffen ist. „In Österreich ist die Partnerschaft zwischen der Österreichischen Post und der Deutsche Post DHL Group seit 1. August 2019 sehr gut angelaufen. Die große Herausforderung des erhöhten täglichen Zustell- und Transportvolumens konnte seither logistisch gut bewältigt werden“, so Generaldirektor Georg Pölzl.
 
Ein wichtiger Meilenstein im wachstumsbedingten Ausbau der Sortierkapazität war 2019 die Inbetriebnahme des neuen Paket-Logistikzentrums Niederösterreich (Hagenbrunn). 2020 stehen mit der Inbetriebnahme des Paket-Logistikzentrums Steiermark (Kalsdorf) und der Zustellbasis Thalgau/Salzburg weitere Kapazitätserweiterungen an. Neben dieser Kapazitätsoffensive hat 2020 der Aufbau eines neuen Finanzdienstleistungsgeschäftes über die Post Tochtergesellschaft bank99 oberste Priorität. „Ab April 2020 werden Finanzdienstleistungen sowohl online als auch physisch – über das österreichweite Netz an Filialen und Post Partnern – angeboten“, so Pölzl.
 
Auch ergebnisseitig verzeichnete die Österreichische Post ein gutes Ergebnis 2019. Das EBITDA verbesserte sich um 4,3 % auf 318,7 Mio EUR, das ausgewiesene EBIT lag mit 200,6 Mio EUR um 4,9 % unter dem Wert des Vorjahres, da Sondereffekte wie etwa Vorsorgen für Datenschutzverfahren erfasst wurden. Das Ergebnis je Aktie belief sich im Jahr 2019 auf 2,17 EUR nach 2,13 EUR im Vorjahr. Auf Grundlage des guten Ergebnisses, des starken Cashflows und der soliden Bilanz wird der Hauptversammlung am 16. April 2020 daher eine stabile Dividende von 2,08 EUR/Aktie vorgeschlagen.
 
Auch für das Jahr 2020 sind diverse Initiativen geplant, um allen gegenläufigen Trends des Postmarktes zu trotzen und wieder eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung zu erwirtschaften. Als wichtige Voraussetzung dafür gilt es die gesteckten Ziele bei Brief- und Werbesendungen, im Paketbereich aber auch bei Filial- und Finanzdienstleistungen zu erreichen. Auch ergebnisseitig sind Stabilität und Berechenbarkeit wichtige Ziele der Österreichischen Post. Im Jahr 2019 lag das ausgewiesene Ergebnis (EBIT) mit 200,6 Mio EUR primär aufgrund von Sondereffekten unter dem Vorjahr. Operativ konnte das Niveau von 211 Mio EUR aus 2018 jedoch leicht übertroffen werden. Vorbehaltlich eines stabilen wirtschaftlichen Umfelds in Österreich wird diese Stabilität wird auch für 2020 angepeilt. Daneben sind im Zuge des Aufbaus des neuen Finanzdienstleistungsangebots in Summe Anlaufkosten in den Jahren 2020 und 2021 von zumindest 40 Mio EUR zu erwarten. Positive Ergebnisbeiträge aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft sind ab 2023 vorgesehen.
 


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