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Österreicher shoppen fleißig im Internet

Bildrecht: Bernd Winter
Rainer Schwarz, Geschäftsführer DPD Direct Parcel Distribution Austria GmbH präsentierte heute das aktuelle "E-Shopper-Barometer 2018"
Bildrecht: Bernd Winter

DPD Austria präsentierte das aktuelle E-Shopper-Barometer 2018

* 71 % der österreichischen Onlineeinkäufer bestellen auf ausländischen Webseits
* Größtes Wachstum zuletzt beim Onlineeinkauf von Schuhen und medizinische Produkten
* der beliebteste Lieferzustellort ist (mit Abstand) Zuhause
* Chinesische Onlineshops werden immer beliebter

Starkes Wachstum beim Cross-Border-E-Shopping, die zunehmende Bedeutung von M-Commerce und die große Zufriedenheit der E-Shopper mit dem Onlineeinkauf sind europaweit die wichtigsten Trends beim Onlineshopping. Konsumenten, die online einkaufen, fordern eine höhere Transaktionssicherheit und wollen den Paketdienstleister bereits bei derm Bestellung kennen.

Dies sind Ergebnisse einer Befragung durch das Umfrageinstitut Kantar TNS im Auftrag der DPDgroup. Im Zeitraum Juni und Juli 2018 wurden mehr als 24.000 Online-Shopper in 21europäischen Ländern und Russland befragt – darunter 1.003 Personen in Österreich.

Österreichische Cross-Border-Einkäufer bestellen zu 84 % in Europa

Europaweit haben 58 % der E-Shopper in der ersten Jahreshälfte 2018 Waren auf ausländischen Websites gekauft. In Österreich sind das sogar 71 %. Am häufigsten suchen österreichische E-Shopper Marken oder Angebote, die vor Ort nicht verfügbar sind innerhalb von Europa (84 %), in China (41 %) und in den USA (29 %). „Im europäischen Onlinemarkt nimmt Deutschland mit 72 Prozent die Topposition ein, gefolgt von Großbritannien mit 27 Prozent und Italien mit 10 Prozent“, erläutert Rainer Schwarz. Unter jenen, die noch nie auf einer ausländischen Website eingekauft haben, denkt ein Drittel darüber nach, damit zu beginnen. „E-Shopper, die beim Einkaufen auf ausländischen Websites zögerlich sind, sind möglicherweise durch transparente Gebühren und verbesserte Sicherheitsmaßnahmen bei der Zahlung und dem Schutz personenbezogener Daten zu überzeugen“, analysiert Rainer Schwarz, Geschäftsführer von DPD Austria.

M-Commerce wächst weiter: 52 % der E-Shopper nutzen Smartphone

46 % der europäischen E-Shopper nutzen ein Smartphone für den Onlineeinkauf. Dies ist ein Zuwachs von 7 % gegenüber 2017. Österreich liegt mit 52 % dabei sogar über dem europäischen Durchschnitt. An erster Stelle liegt nach wie vor der Laptop: 59 % der Österreicher nutzen ihn (Europadurchschnitt: 60 %). Über den Desktop bestellen 48 % (Europadurchschnitt: 50 %). „Smartphones werden immer häufiger für Interneteinkäufe verwendet, insbesondere unter den Heavy Buyer und den Millennials. Mobile  Anwendungen bieten den Onlinehändlern neben der Entwicklung spezieller Apps und ansprechender Websites unendlich viele Wachstumschancen“, zeigt Rainer Schwarz Potenziale auf.

40 % der New Buyer sind Heavy Buyer

15 % der E-Shopper haben erst vor weniger als zwei Jahren begonnen, online einzukaufen. Diese Gruppe ist ein kleines, aber wichtiges Segment der E-Shopper. Sie haben hohe Erwartungen, wollen ein einfaches Onlineeinkaufserlebnis, sorgen sich um sichere Zahlungen und Datenschutz. Nahezu die Hälfte (40 %) sind Heavy Buyer: europaweit 32 und in Österreich 24 Einkäufe pro Jahr. „Diese Gruppe wird von Millennials dominiert, die sehr aktiv in sozialen Medien sind und daher die Dynamik des gesamten ECommerce-Marktes prägen“, so Rainer Schwarz.

90 % der E-Shopper brechen Bestellung ab – 56 % der Österreicher kehren zurück

Herr und Frau Österreicher tätigen 12,5 % ihrer gesamten Einkäufe online und liegen damit über dem europäischen Durchschnitt (11,5 %). Für 90 % der E-Shopper ist das Abbrechen einer Onlinebestellung ein selbstverständliches Einkaufsverhalten. Europaweit kehren jedoch 41 % wieder zu ihrem Warenkorb zurück um den Kauf abzuschließen – in Österreich sind dies sogar 56 %. Rainer Schwarz zeigt auf: „Auch online begibt man sich auf einen Schaufensterbummel. Hat man ein Produkt gefunden, das man kaufen möchte, schaut man sich aber noch auf anderen Seiten um, macht Preisvergleiche und trifft erst dann eine  Kaufentscheidung. Selbst die muss dann nicht endgültig sein, denn die Rücksendungen haben sich im  Vergleich zu 2017 fast verdoppelt und betragen nun 10 Prozent. Letztendlich waren jedoch rund 80 Prozent der E-Shopper mit ihrer Online-Einkaufserfahrung sehr zufrieden und werden auch weiterhin – nämlich zu 64 Prozent –dem Onlineeinkauf den Vorzug geben.“

Bei den gekauften Warengruppen steht Mode mit 54 % an erster Stelle (Europadurchschnitt: 47 %), gefolgt von Büchern mit 42 % (Europadurchschnitt: 37 %) und Schuhen mit 39 % (Europadurchschnitt: 39 %). In den Kategorien Kleinmöbel, Haushaltsgeräte und Hightech-Produkte weist die Studie ein großes  Wachstumspotenzial auf. Bezahlt wird in Österreich zu 40 % per Rechnung und zu 35 % durch Banküberweisung. 35 % der Onlinekäufer wünschen sich dabei mehr Zahlungssicherheit.

Paketdienstleister für 68 % wichtig

Europaweit halten 72 % der E-Shopper es für wichtig, im Moment der Kaufentscheidung zu wissen, wer der Paketdienstleister ist. In Österreich liegt dieser Wert leicht darunter – hier sind es 68 %. „Dieser Wunsch geht entweder auf eine positive oder negative Erfahrung in der Vergangenheit zurück. Für 48 Prozent der Österreicher ist es einfach ein sicheres Gefühl, wenn sie wissen, wer das bestellte Paket zustellt“, weiß Rainer Schwarz. Die Österreicher lassen sich ihre Pakete vorwiegend direkt nach Hause (86 %) zustellen. Nur 12 % geben einen Paketshop und 9 % den Arbeitsplatz als Zustellort an. Rainer Schwarz abschließend: „Wenn der Kunde neben dem Zustellort auch die Versandfirma selbst wählen kann, könnte  dies die Kaufentscheidung und die Zufriedenheit noch fördern.“


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