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Noerpel-Gruppe legt Fokus auf Personalentwicklung

Die Noerpel-Gruppe setzt der Fachkräfteproblematik aktiv gezielte Maßnahmen entgegen, unter anderem in puncto Mitarbeitersuche: Am Tag der Logistik (20. April 2023) öffnete die Noerpel-Gruppe an fünf Standorten die Türen für die Öffentlichkeit. Die Besucher konnten an Führungen durch die großen Umschlag- und Lagerhallen sowie über das Hofgelände teilnehmen. Neben Einblicken in die Noerpel-Logistikwelt gab es ausführliche Informationen rund um die vielfältigen Berufsfelder sowie Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Logistikbranche.
Fotos: Noerpel-Gruppe
Ein weiterer großer Punkt des Maßnahmenpakets gegen den Fachkräftemangel ist die Weiterbildung der Mitarbeiter. Dafür wurde eine eigene Abteilung gegründet, die sich mit der internen Personalentwicklung befasst.
Fotos: Noerpel-Gruppe

Der Fachkräftemangel betrifft alle Branchen, besonders aber den Dienstleistungsbereich. Laut ifo Institut meldet im Sektor Verkehr und Lagerei jeder zweite Betrieb Probleme bei der Suche nach qualifiziertem Personal. Die Noerpel-Gruppe steuert aktiv dagegen und setzt neben der Suche nach neuen Mitarbeitenden auf die gezielte Weiterbildung ihres Personals. Dafür hat Noerpel ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur systematischen Personalentwicklung aufgelegt.

Rund 2.800 Mitarbeitende sind aktuell in der Noerpel-Gruppe beschäftigt. Sie arbeiten in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern – als Speditions- und Bürokaufleute genauso wie als Fachlagerist oder auch IT-Spezialist. Dass sich offene Stellen nicht sofort neu besetzen lassen, spürt auch die Noerpel-Gruppe.

Lösung: Weiterbildung
Um dem Mangel an geeigneten Fachkräften zu begegnen, setzt das Unternehmen ein Programm zur gezielten Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um. Dafür hat die Noerpel-Gruppe eine neue Unternehmensabteilung zur Personalentwicklung geschaffen. Das Team konzipiert in enger Zusammenarbeit mit externen Anbietern Weiterbildungsmaßnahmen für verschiedene Mitarbeitergruppen und setzt diese sukzessive um.

Erste Gruppe: Leitungsebene
„Dass sich nicht für alle Berufsgruppen gleichzeitig passende Schulungsmodule entwickeln lassen, liegt auf der Hand“, sagt Bernhard Oberhauser, Leiter Personalentwicklung in der Noerpel-Gruppe. „Wir haben in einem ersten Schritt ein Programm für unsere Führungskräfte ausgerollt.“

Drei Module
Rund 50 Führungskräfte mit disziplinarischer Personalverantwortung haben das aus drei Modulen bestehende Schulungsprogramm bereits absolviert – die zweite Gruppe startete im Februar in ihre erste Schulungseinheit des intensiven Weiterbildungsprogramms. „Führungskräfte, die große Abteilungen leiten, wirken wie Leuchttürme in unsere gesamte Organisation, deshalb starten wir mit Maßnahmen auf der ersten Leitungsebene“, erklärt Judith Noerpel-Schneider, die als Mitglied der Geschäftsführung das Personalentwicklungs-Team leitet.

Gutes Feedback
Die Resonanz der ersten Teilnehmenden auf die Schulungseinheiten ist positiv: „Gelobt werden die praxisbezogenen Inhalte genauso wie der fachliche Austausch über verschiedene Abteilungen oder Unternehmensstandorte hinweg“, resümiert Bernhard Oberhauser. „Das zeigt uns, dass wir hier auf dem richtigen Kurs sind. Zudem nutzen wir das wertvolle Feedback der Teilnehmenden, um unser Programm an die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kollegen fortlaufend anzupassen.“

E-Trainings als Standard-Programm
Die Vorbereitungen für die nächsten Maßnahmen laufen: Zurzeit erarbeitet das Personalentwicklungs-Team ein spezifisches Weiterbildungsprogramm für fachliche und gewerbliche Führungskräfte, das in Kürze ausgerollt wird. Schon seit längerer Zeit bietet Noerpel allen Mitarbeitenden regelmäßig zu absolvierende Schulungseinheiten als standardisierte E-Trainings an. In den flexibel abrufbaren Einheiten sind Inhalte zu IT, Datenschutz oder Arbeitssicherheit aufbereitet und lassen sich von den Usern interaktiv nutzen.

Digitales Tool für bessere Vernetzung
Auch die nächsten Stepps stehen bereits fest: Im Sommer führt die Noerpel-Gruppe eine neue Softwarelösung ein, die die Arbeit der Personalentwicklung digital unterstützen wird. „Mit diesem Tool können wir unsere verschiedenen Maßnahmen noch besser aufeinander abstimmen, steuern und systematisieren“, sagt Bernhard Oberhauser. „So lassen sich beispielsweise das Seminar-Management effizienter verwalten, das Managementsystem für die Talentförderung ausbauen oder auch unsere Feedbackgespräche digital begleiten. Insgesamt werden wir mithilfe der Softwarelösung unsere Human-Resources-Prozesse zentral aus einem System steuern und dadurch effizientere Personalprozesse realisieren können.“

Nicht klagen, sondern handeln
Mit ihrem internen Weiterbildungspaket rückt die Noerpel-Gruppe die systematische Personalentwicklung in den Fokus. Das Ziel: Nachwuchs aufbauen, Mitarbeitende weiterbilden, Führungskräfte fördern – und so das Personal im Unternehmen halten. „Es reicht nicht, den Fachkräftemangel zu beklagen“, sagt Judith Noerpel-Schneider. „Deshalb investieren wir in die gezielte Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, schaffen ihnen attraktive Entwicklungsmöglichkeiten und sichern damit gleichzeitig unsere hohe Dienstleistungsqualität.“

Über die Noerpel-Gruppe
Die im Jahr 1881 gegründete Noerpel-Gruppe ist heute einer der führenden Logistikdienstleister in Süddeutschland. Mit 22 Standorten in Deutschland und der Schweiz, davon allein 15 in Baden-Württemberg und Bayern, gilt das Familienunternehmen aus Ulm als eines der am stärksten wachsenden Unternehmen der Branche. Die Noerpel-Gruppe verknüpft die Leistungsbereiche Transport und Logistik mit umfangreichen Co-Packing-Services und einer eigenen Personaldienstleistung. Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete die Noerpel-Gruppe einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro.


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