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Neue Ölsperre im Hafen Lobau

Foto: Hafen Wien
Die abgebildete horizontale Strömung hält auf der Wasseroberfläche schwimmendes Öl zurück, welches in weiterer Folge im Falle eines Austrittes fachgerecht entsorgt werden kann.
Foto: Hafen Wien

Die neue Anlage wurde im Ausfahrtsbereich des Hafenbeckens Lobau auf einer Länge von 110 Metern von den Spundwandkästen im Uferbereich über die Sohle am Beckengrund geführt.

Rund 1.100 Tankschiffe docken jährlich an den sieben Anlegestationen im Ölhafen Lobau an, wobei über 850.000 Tonnen Mineralölprodukte pro Jahr umgeschlagen werden. Um bei einem Ölgebrechen das Abfließen von Öl in die Donau zu verhindern, wird die sogenannte Ölsperre aktiv. Diese wurde nun um ein Investitionsvolumen von einer halben Million Euro komplett neu errichtet. Die vom Hafen Wien erneuerte Ölsperre Lobau besteht im Wesentlichen aus einem, von einer Pressluftanlage aus anblasbaren, 9 cm dicken Rohrsystem. Wie die alte Anlage wurde die neue Ölsperr-Anlage im Ausfahrtsbereich des Hafenbeckens Lobau auf einer Länge von 110 Metern von den Spundwandkästen im Uferbereich über die Sohle am Beckengrund geführt. So ist gewährleistet, dass die Anlage auch bei Hochwasser voll funktionstüchtig bleibt.

Funktionsweise der Druckluft-Ölsperre
Aus der Druckluftleitung perlen, sobald die verbundene Kompressoranlage aktiviert wird, Druckluftblasen empor. Die aus den Düsen austretende Luft erzeugt im Wasser eine vertikale Strömung, die sich an der Wasseroberfläche in zwei horizontale Strömungen umwandelt. Diese horizontalen Strömungen halten auf der Wasseroberfläche schwimmendes Öl zurück, welches in weiterer Folge im Falle eines Austrittes fachgerecht entsorgt werden kann. Der Vorteil der fest installierten Druckluftanlage ist, dass diese in wenigen Minuten einsatzbereit ist. Einmal pro Woche findet eine Intervalls-Prüfung statt, bei der die Funktionstüchtigkeit der Druckluft-Ölsperre kontrolliert wird. "Ein weiterer Vorteil dieser fixen Anlage gegenüber einer mobilen Ölsperre ist die ungehinderte Fortführung des Schiffsverkehrs während des Betriebs der Ölsperre. Eventuell gefährdete Boote können den Hafen verlassen und Hilfsschiffe ohne Schwierigkeiten die Sperre passieren", so Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafens Wien.


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