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Klimaneutraler Rhein-Alpen-Korridor

Foto: Port of Rotterdam / Eric Bakker
Foto: Port of Rotterdam / Eric Bakker

Siebzehn Partner haben Anfang Januar den ersten Schritt in Richtung eines klimaneutralen Transportkorridors zwischen Rotterdam und Genua gemacht.

Derzeit werden Waren auf der Transportlinie zwischen den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Italien noch beinahe vollständig auf der Grundlage von fossilen Brennstoffen transportiert. Die Provinz Zuid-Holland, das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserbau sowie das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen haben die Initiative zur Schaffung der allerersten emissionsfreien Route ergriffen. Dieses Ziel in die Tat umzusetzen, ist nicht einfach. Zur Schaffung eines stabilen Marktumfelds für einen Wasserstoffkorridor ist unter anderem eine gute Infrastruktur mit Bunkerstandorten sowie Tankstellen notwendig, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen – ganz zu schweigen von der Umrüstung von Schiffen oder Lkw. Auch in den Bereichen Sicherheit und Regulierung sind noch viele Maßnahmen erforderlich. In Arnheim, Niederlande, unterzeichneten Behörden und Unternehmen eine Absichtserklärung, die sicher stellt, dass in Zukunft der Transport zu Wasser, auf der Straße und auf der Schiene über den so genannten Rhein-Alpen-Korridor mit Wasserstoff betrieben wird. Auch der Hafenbetrieb Rotterdam ist an dieser Initiative beteiligt, die den Namen RH₂INE (Rhine Hydrogen Integration Network of Excellence) trägt.

Im Namen des Hafenbetriebs Rotterdam setzte Stijn van Els, der in Arnheim das Team zur Energiewende vertrat, seine Unterschrift unter das Projekt. „Dies ist ein wichtiges Signal von Seiten der Regierungen, Hafenbehörden und Unternehmen, sich dieser Initiative anzuschließen”, äußerte sich van Elst. „Die Vertragsparteien verfolgen das Ziel, diesen entscheidenden Transportkorridor nachhaltig zu gestalten. Die damit verbundene Stärke der Partner basiert auf der internationalen Kooperation. Auf diese Weise können wir Fortschritt in die Tat umsetzen”, so van Elst. RH₂INE konzentriert sich zunächst auf die Realisierung von Wasserstoffproduktionsstätten entlang des Rheins zwischen Rotterdam und Köln. In den kommenden Jahren können dann die ersten zehn bis fünfzehn mit Wasserstoff betriebenen Binnentankschiffe auf die Reise gehen. Die Initiatoren wünschen sich eine Erweiterung der teilnehmenden Vertragsparteien, so dass die Entwicklung des klimaneutralen Transportkorridors so breit wie möglich stimuliert und beschleunigt wird. RH₂INE wird aus diesem Grund zu einer offenen Plattform, die es den verschiedenen Parteien in der Wasserstoffkette ermöglicht, sich dem Projekt anzuschließen.


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