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HHLA weitet Intermodal-Aktivitäten auf die Ukraine aus

Foto: HHLA / Grubyi Viacheslav
Containerblockzug von UIC am HHLA Container Terminal Odessa.
Foto: HHLA / Grubyi Viacheslav

Mit UIC hat die HHLA in der Ukraine den Startschuss für eine stärkere Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene gegeben.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat in der Ukraine eine eigene Intermodal-Gesellschaft gegründet. Die neue Ukrainian Intermodal Company (UIC) bietet Containertransporte auf der Schiene zwischen dem Hafen von Odessa und wichtigen Wirtschaftszentren des Landes an. Damit baut die HHLA ihr erfolgreiches Intermodal-Geschäft aus und erweitert das Angebot für schnelle, zuverlässige und effiziente Hub-to-Hub-Transporte im Seehafenhinterlandverkehr. „Wir wollen das große Potenzial des ukrainischen Intermodal-Marktes erschließen,“ sagt Philip Sweens, Geschäftsführer HHLA International. Gemeinsam mit lokalen Partnern wolle man Hemmnisse beim Bahntransport in der Ukraine abbauen und ein verlässliches Serviceangebot etablieren und vermarkten.

Die ukrainischen Häfen haben sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt. Allein im Schwarzmeerhafen Odessa ist das Umschlagvolumen im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf knapp 650.000 TEU gestiegen. Der Anteil der Bahn ist beim Zu- und Ablauf der Container zwischen Hafen und ukrainischem Hinterland mit 22 Prozent jedoch noch gering. Zum Vergleich: In Hamburg erreichen bzw. verlassen über 46 Prozent der Seecontainer den Hafen umweltfreundlich über die Schiene.

Mit UIC hat die HHLA in der Ukraine den Startschuss für eine stärkere Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene gegeben. Die Vorteile des Eisenbahnsystems: Das bestehende Breitspurnetz verbindet flächendeckend die großen Wirtschaftszentren im Inland mit der ukrainischen Küste. Im Vergleich dazu ist das Straßensystem vielerorts modernisierungsbedürftig. Zudem ist die Bahn aufgrund der großen Distanzen in der Ukraine – das osteuropäische Land ist fast doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland – für den nachhaltigen Gütertransport über die Schiene prädestiniert.

Wöchentliche Containerzugverbindungen nach Ternopil, Charkiw und Saporischja
Containertransporte auf der Schiene wurden in der Ukraine bisher fast ausschließlich auf Einzelwagen oder Wagengruppen transportiert. Die neu gegründete UIC bündelt die individuelle Ladung zu Containerblockzügen und steigert damit die Effizienz und Zuverlässigkeit der Transporte. Seit Anfang Oktober 2020 bietet UIC wöchentliche Ganzzugverbindungen zwischen Odessa und Ternopil in der westukrainischen Wirtschaftsregion Lwiw/Lemberg an. Im November wird zudem ein wöchentlicher Service ins Industriezentrum Charkiw, nach Kiew die zweitgrößte Stadt der Ukraine, den Betrieb aufnehmen. Weiter ist geplant, jede Woche mit einem Containerzug zwischen Odessa und dem östlich gelegenen Saporischja zu verkehren.

Im Hafen Odessa betreibt die HHLA mit dem Container Terminal Odessa (CTO) die größte Umschlaganlage für Container in der Ukraine. Der CTO verfügt über einen eigenen Terminalbahnhof, der aktuell ausgebaut wird und wo die Container-Ganzzüge zusammengestellt werden. Der Umschlag im Inland erfolgt in Zusammenarbeit mit privaten Bahnterminalbetreibern. Zusätzliche Leistungen, wie das Be- und Entladen von Containern, die Hub-to-Door-Anlieferung beim Kunden per Lkw oder die Zollabwicklung runden das Angebot ab.

Die UIC arbeitet nach hohen, westlich orientierten Qualitätsstandards und gewährt als neutraler Operator allen Reedereien und Spediteuren einen offenen Zugang zu ihren intermodalen Services. Perspektivisch ist geplant, das Angebot an regelmäßigen Zugverbindungen auf weitere ukrainische Produktions- und Verbraucherzentren auszuweiten und die Frequenzen zu erhöhen.


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