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Hafenbetrieb Rotterdam erweitert die Kapazitäten der Hafenbahn

Foto: Shutterstock.com / jorisvo
Der Hafenbetrieb Rotterdam investiert 300 Millionen Euro in der Kapazitätserweiterung der Hafenbahn.
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Der Hafen investiert 300 Millionen Euro, um Kapazitätsengpässe für den Bahnverkehr zu beseitigen.

"Diese Bahnverbindung ist sehr wichtig denn sie verbessert die Verbindung zwischen dem westlichen Hafengebiet und dem europäischen Hinterland", sagte Ronald Paul, Chief Operating Officer des Hafenbetriebs Rotterdam, bei der Präsentation der jüngsten Pläne des Unternehmens. Der Hafenbetrieb Rotterdam erteilt dem Konsortium aus den Bauunternehmen SaVe (bestehend aus den Unternehmen Besix, Mobilis, Dura Vermeer, Hollandia und Iemants) den Auftrag zum Bau des Unterbaus für die Theemswegtrasse. Durch die Verlegung eines Teils der Hafenbahnlinie wird der zunehmende Güterverkehr nicht mehr durch den Schiffsverkehr behindert. Der Auftrag umfasst den Bau einer erhöhten Bahnbrücke mit einer Länge von 4 km, einschließlich zwei stählernen Bogenbrücken auf halber Strecke der Hafenbahnlinie. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Laufe von 2018 und werden 2020 abgeschlossen sein. Der Auftrag ist ein Teilprojekt der Anlegung der Theemswegtrasse; so folgt nach der Übergabe eine Phase, in der der Aufbau angelegt wird, bestehend aus den Bahngleisen einschließlich aller zugehörigen Systeme.

Die Anlegung der gesamten Theemswegtrasse erfordert einen Investitionsbetrag von ca. 300 Millionen Euro. Die Europäische Union stellt Fördermittel in Höhe von 62 Millionen Euro zur Verfügung. Der Hafenbetrieb und das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft ergänzen zusammen die restliche Investition. Der Hafenbetrieb Rotterdam koordiniert, entwirft und realisiert das Projekt in Zusammenarbeit mit ProRail. Nach der Realisierung der Trasse überträgt der Hafenbetrieb die Verwaltung und Instandhaltung des neuen Streckenabschnitts an ProRail.

Beseitigung des Kapazitätsengpasses für den Bahnverkehr
Die Theemswegtrasse ist eine Lösung für die Problematik an der Calandbrücke bei Rozenburg. Diese Stahlhubbrücke für den Bahnverkehr, Straßenverkehr und langsamen Verkehr im Rotterdamer Hafengebiet ist das Bindeglied in der Betuweroute zum europäischen Hinterland. Für die Seeschifffahrt ist die Hubbrücke die Zufahrt zum Brittanniëhaven. Aufgrund der voraussichtlichen Zunahme des Bahnverkehrs und auch des Seeschifffahrtsverkehrs von und zum Brittanniëhaven prognostiziert der Hafenbetrieb einen Kapazitätsengpass für den Bahnverkehr. Die Anlegung der Theemswegtrasse ist eine Lösung für diesen Engpass. Die neue Strecke verläuft über eine erhöhte Bahnbrücke. Die Bahnlinie verläuft über zwei Bogenbrücken und trifft bei der A15 wieder auf die vorhandene Bahnstrecke.


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