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Hafen Rotterdam will grünen Wasserstoff herstellen

Foto: Danny Cornelissen
Uniper und der Hafen Rotterdam prüfen mittels einer Studie, ob es möglich ist, künftig auf der Maasvlakte grünen Wasserstoff zu produzieren.
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Foto: Uniper
Der Standort von Uniper auf der Maasvlakte bietet sich für die Herstellung von grünem Wasserstoff geradezu ideal an.
Foto: Uniper

Uniper und der Hafenbetrieb Rotterdam starten Machbarkeitsstudie zur Produktion grünen Wasserstoffs auf der Maasvlakte.

Das Energieunternehmen Uniper und der Hafenbetrieb Rotterdam untersuchen die Möglichkeiten für eine Produktion von grünem Wasserstoff in großem Maßstab auf der Maasvlakte. Ziel ist, im Jahr 2025 eine Wasserstoffanlage mit einer Kapazität von 100 MW auf dem Gelände von Uniper zu bauen und deren Kapazität im Endeffekt auf 500 MW zu erweitern. Die Machbarkeitsstudie soll bereits im Sommer abgeschlossen werden.

Grüner Wasserstoff wird hergestellt, indem Wasser mit Hilfe erneuerbarer Energie in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespaltet wird. Dieses Verfahren nennt man Elektrolyse.

Andreas Schierenbeck, CEO von Uniper, erläutert: „Unser Standort auf der Maasvlakte ist perfekt dazu geeignet, grünen Wasserstoff im großen Maßstab herzustellen – hier kommt alles zusammen: große Mengen an erneuerbarer Energie (unter anderem aus Offshore-Windparks), die erforderliche Infrastruktur, denn auf unserem Gelände sind bereits verschiedene wichtige Einrichtungen vorhanden, sowie Kunden aus der Industrie.“

Allard Castelein, Generaldirektor des Hafenbetriebs Rotterdam, ergänzt: „Die Produktion von grünem Wasserstoff am Uniper-Standort passt hervorragend in die Strategie des Hafenbetriebs zur nachhaltigen Gestaltung der Industrie. Grüner Wasserstoff ist eine nachhaltige Alternative beispielsweise für Erdgas, will man hohe Temperaturen erreichen. Zudem handelt es sich um einen wichtigen nachhaltigen Rohstoff für die chemische Industrie.“

Nach der kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Präqualifikation für das IPCEI-Programm (Important Projects of Common European Interest) der EU werden in den kommenden Monaten die konzeptionelle Gestaltung und die technischen Dimensionen der Wasserstoffanlage ausgearbeitet. Auch die Absatzmärkte für den nachhaltigen Wasserstoff werden evaluiert, sowohl im Rotterdamer Hafengebiet als auch in Deutschland. Auf lange Sicht wird eine Lieferung über Pipelines an große Industriekomplexe in Nordrhein-Westfalen möglich. Zum Abschluss wird das Projektteam die Möglichkeiten für Import, Speicherung und Export auf der Maasvlakte analysieren und dann die nächsten Schritte für das Projekt definieren.


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