News

GroKo-Parteien senden positive Signale für den Logistikstandort Deutschland

Foto: Shutterstock.com / gopixa
Der DSLV kommentiert den Koalitionsvertrag Kapitel ‚Verkehr‘ und ‚Digitalisierung‘.
Foto: Shutterstock.com / gopixa

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband kommentiert den aktuellen deutschen Koalitionsvertrag.

Das grundlegende Mobilitätsbekenntnis der GroKo-Parteien ist ein positives Signal für den Logistikstandort Deutschland. Zu dieser Einschätzung kommt der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) bei seiner Bewertung des Koalitionsvertrages zwischen Union und SPD. "Durch Zahlung der kontinuierlich ausgeweiteten Lkw-Maut sowie durch Kfz- und Energiesteuer trägt die Speditionsbranche zur gesicherten Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur seit Jahren bei. In der Erhebung von Steuern und Abgaben ist der Staat geübt, jetzt muss er die nachhaltige und zielgerichtete Mittelverwendung optimieren", so DSLV-Präsident Mathias Krage. "Die vorgesehenen Maßnahmen zur Planungsbeschleunigung und der Bürokratieabbau können hier helfen. Die Überprüfung des Verbandsklagerechts ist - ohne die erforderliche Bürgerbeteiligung grundsätzlich in Frage zu stellen - deshalb ebenfalls ein wichtiger Baustein im Koalitionsvertrag um auch die bedarfsgerechte Kapazitätserweiterung von Flughäfen und anderen Infrastrukturprojekten realisieren zu können", führt Krage weiter. Krage begrüßt auch den beabsichtigten Interessenausgleich zwischen Mobilität, Versorgungssicherheit und Umwelt: "Der Koalitionsvertrag lässt vermuten, dass die Politik verstanden hat, dass nicht die Logistikbranche die Einhaltung der Klimaschutz- ziele und Luftreinhaltungspläne bremst. Die finanzielle Förderung emissionsarmer Technologien wird sich als das wirksamere ordnungspolitische Instrument zur Umrüstung von Nutzfahrzeugflotten erweisen als pauschale Fahrverbote", so Krage.

Als aktiver Unterstützer des 'Masterplan Schienengüterverkehr' begrüßt der DSLV dessen Erwähnung auch im Koalitionsvertrag. "Die Verlagerung signifikanter Gütermengen auf die Schiene muss angesichts überlasteter Straßen und knapper werdender Lkw-Kapazitäten ein gemeinsames Ziel von Wirtschaft und Politik bleiben, solange dies nicht durch staatlichen Dirigismus geschieht", so Krage. Auch die Impulse stärker gegen Sozialbetrug, Kabotageverstöße und gegen das Ausweichen in ungeregelte Märkte kämpfen zu wollen, sowie die Pläne die Wettbewerbsbedingungen in der EU anzugleichen aber auch den Anspruch "Weltspitze im Bereich der digitalen Infrastruktur" zu werden, begrüßt der DSLV. Aber: "Insgesamt adressiert der Koalitionsvertrag in seinen Kapiteln 'Verkehr' und 'Digitalisierung' die richtigen Themen, doch an zu vielen Stellen formulieren die Parteien Absichtserklärungen ("wir wollen"), anstatt sich verbindlich festzulegen ("wir werden"). Den Worten müssen auch Taten folgen", fordert Krage.


Das könnte Sie auch noch interessieren
Foto: Alexander Winter

DB Schenker in Österreich und Südosteuropa floriert, wie CEO Alexander Winter erklärt. Ein Gespräch über den 150. Geburtstag des Unternehmens,…

Weiterlesen
Foto: Martin Granadia / SCHIG mbH

Melanie Graf, Team­leiterin der SGV-Förderungen bei der SCHIG mbH, und ihre für die Logistikförderungen verantwortliche Kollegin, Katharina Kurat,…

Weiterlesen
Foto: Dachser

Das Unternehmen nimmt einen neuen Warehouse-Standort in Betrieb.

Weiterlesen
Foto: TrailerPort

Stack-X ermöglicht die Stapelung von Trailern und Containern.

Weiterlesen

Das neue Terminal in Erlensee stärkt europäisches Netz und bedient die steigende Nachfrage im Straßentransport.

Weiterlesen

Die Leitmesse für Wasser, Abwasser-, Abfall und Rohstoffwirtschaft (IFAT 2022) zeigt stark steigenden Bedarf von BEV- und FCEV-Nutzfahrzeugen vor…

Weiterlesen

Scania hat Camilla Dewoon die Leitung für die Bereiche Kommunikation und Nachhaltigkeit übertragen und sie damit auch zum neuen Mitglied des Scania…

Weiterlesen
Foto: Florian Wieser

UnitCargo konnte kontinuierlich Umsatz und transportierte Volumina steigern. CEO Davor Sertic sagt, dass das an einer Diversifizierungsstrategie…

Weiterlesen
Foto: Hyve

Trotz Covid und de Ukraine-Krise konnte sich die Breakbulk Europe 2022 zu einem Meistererfolg entwickeln.

Weiterlesen

Seit 1. Mai ist die Felbermayr Transport- und Hebetechnik neuer Förderer des Netzwerk Metall. Als neues Netzwerk Metall Mitglied werden wir die…

Weiterlesen

Schon gehört?

Der Podcast der Internationalen Wochenzeitung Verkehr in Kooperation mit Julia Schütze.

Hören Sie hier das Interview mit Andreas Matthä, CEO der ÖBB Holding.

Wenn Sie externe Inhalte von w.soundcloud.com aktivieren, werden Daten automatisiert an diesen Anbieter übertragen.

Termine

VNL Logistik-Forum Graz

Datum: 04. Juli 2022

Südhafenforum

Datum: 15. September 2022

InnoTrans 2022

Datum: 20. September 2022 bis 23. September 2022
Ort: Berlin, Deutschland

VNL Logistik-Forum Bodensee

Datum: 22. September 2022
Ort: Festspielhaus Bregenz

Mehr Termine

Verkehr im Austria Kiosk

Aktuelle ePaper-Ausgaben der Wochenzeitung Verkehr können Sie direkt im Austria Kiosk kaufen.