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EFA-S startet Produktion neuer Elektro-Transporter

Foto: EFA-S
Neben einer Version mit Pritsche und Plane wird EFA-S über seinen Aufbaupartner ORTEN Electric-Trucks beispielsweise auch Leichtbaukoffer anbieten.
Foto: EFA-S

Der einstige Umrüster hat sich zu einem Hersteller entwickelt.

Der bisher auf den Umbau gebrauchter Fahrzeuge zu rein elektrisch betriebenen Lkw spezialisierte schwäbische Mittelständler EFA-S startet die Produktion eigener, fabrikneuer Elektro-Transporter. „Der Umbau hochwertiger gebrauchter Fahrzeuge hat weiterhin seine Berechtigung, weil er besonders umweltfreundlich und wirtschaftlich zugleich ist. Denn damit kann Fahrzeugen ein zweites Leben geschenkt werden, bei denen lediglich der Antrieb nicht mehr modernen Umweltstandards entspricht“, sagt Bastian Beutel, Geschäftsführer von EFA-S. „Aber wir wollen auch solchen Kunden leisen, sauberen und wirtschaftlichen Elektro-Antrieb ermöglichen, die nicht über die entsprechenden Altfahrzeuge verfügen.“ Deshalb hat EFA-S mit dem russischen Nutzfahrzeughersteller GAZ die Lieferung fabrikneuer Fahrzeuge ohne Motor und Getriebe vereinbart, die von EFA-S mit Elektroantrieb ausgerüstet und unter dem Modellnamen E35 auf den Markt gebracht werden. Die Auslieferung der Fahrzeuge, die ab sofort bei EFA-S bestellt werden können, soll noch im vierten Quartal dieses Jahres starten.

Neben den Standardmodellen mit Pritsche fertigt EFA-S in Zusammenarbeit mit ORTEN Electric Trucks kundenspezifische Aufbauten für individuelle Anwendungen. „Wir wollen unseren Kunden eine optimale Lösung aus einer Hand anbieten. Anstatt das Fahrzeug bei einer Firma und die Aufbaulösung bei einer anderen kaufen zu müssen, setzen wir auf One Stop Shopping. Dabei kauft der Kunde bei EFA-S ein komplettes System: ein umweltfreundliches Fahrzeug auf dem neuesten Stand der Technik und gleichzeitig eine individuelle Logistiklösung.“ Beutel ist überzeugt, dass diese Kombination Zeit, Kosten und Ärger spart.

Doppelt so hohe Batterieleistung wie beim Marktstandard von E-Transportern

Die Berücksichtigung individueller Kundenanforderungen gilt nicht zuletzt für das Herzstück von Elektrofahrzeugen, nämlich Batterie und Antrieb. „Wir werden unserer Philosophie treu bleiben und Kunden mit dem E35 Elektronutzfahrzeuge anbieten, deren Reichweite und Nutzlast auf den jeweiligen Einsatzzweck zugeschnitten ist“, erläutert Beutel. „In der Basisversion werden die Fahrzeuge mit einer Nutzlast von rund einer Tonne und einer Reichweite von 200 Kilometern konzipiert. Das ist für zahlreiche Anwendungen in der Citylogistik, im kommunalen Bereich oder bei Handwerkern vollkommen ausreichend.“ Dazu setzt EFA-S auf eine neue Generation von Lithium-Eisenphosphat-Batterien mit keramischen Separatoren (LFP). Die neueste Generation, die zudem ohne Nickel und Kobalt auskommt, verfügt über eine Energiedichte von 170Wh/kg. „Das ist über 40 Prozent mehr als bei der vorherigen Generation, die auf 120Wh/kg kam.“ EFA-S setzt den LFP-Standard bereits seit acht Jahren sehr erfolgreich ein und gehört zu den ersten Anwendern der neuesten Generation in Deutschland. „Wir bieten mit unserer 80kWh-Batterie eine doppelt so hohe Batterieleistung wie es aktuell Standard bei Elektro-Transportern ist.“ Auf Kundenwunsch verbaut EFA-S noch größere Batterien. „Wir haben auch damit bereits Erfahrungen, etwa bei Elektro-Wohnmobilen, Hub-Arbeitsbühnen oder Tunnelbaumaschinen, deren Batterien auf Leistungen von 120kWh bis 244KWh kommen.“ Insgesamt sind EFA-S-Fahrzeuge mit Elektroantrieb bereits mehr als fünf Millionen Kilometer gefahren, der größte Teil davon im harten Start-Stopp-Betrieb beim Paket- und Expressdienst UPS.


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