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Digitales Testfeld stärkt den Luftfrachtstandort Deutschland

Foto: Shutterstock / Peter Gudella
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Lufthansa Cargo bringt langjährige Digitalisierungs-Kompetenz in BMVI-Projekt ein.

Lufthansa Cargo ist Teil des neuen, bundesweiten Forschungsprojekts „Digitales Testfeld Air Cargo“ des Bundesverkehrsministeriums (BMVI), das vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) koordiniert wird. Ziel ist es, die Effizienz und Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfracht durch eine bessere Vernetzung aller beteiligten Akteure und die Digitalisierung von Abläufen zu steigern. Luftfracht hat in der Pandemie seine Systemrelevanz für die Versorgung der deutschen und europäischen Wirtschaft und Gesellschaft bewiesen. Die Luftfracht in Deutschland steht aber im harten Wettbewerb mit Standorten und Anbietern in Europa und der Welt. Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz sind daher wichtige Voraussetzungen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern und leisten zudem wertvolle Beiträge zu Klima- und Umweltschutz. Daher hat das Bundesverkehrsministerium 2018 das Innovationskonzept Logistik 2030 veröffentlicht und unter anderem die Prüfung eines Digitalen Testfeldes Luftfracht in Aussicht gestellt. Lufthansa Cargo hat sich für die Realisierung in der Innovationskommission des BMVI und mit Partnern aus Logistik und Forschung eingesetzt.

„Wir wollen dazu beitragen, den Standort Deutschland weiter zu stärken. Deshalb bringen wir unsere langjährigen Erfahrungen bei der Digitalisierung entlang der Lieferkette in dieses bundesweite Projekt ein und wollen damit letztendlich auch internationale Maßstäbe setzen. Die Luftfracht weiter zu digitalisieren bedeutet auch, sie nachhaltiger zu machen. Hierfür sehen wir beispielsweise im optimierten Datenaustausch zwischen allen Partnern der Luftfrachttransportkette große Potentiale, die wir heben wollen“, sagte Harald Gloy, Vorstand Operations und Personal von Lufthansa Cargo sowie Mitglied der Innovationskommission des BMVI. Lufthansa Cargo fokussiert sich innerhalb des Projekts auf den intensivierten Datenaustausch zwischen allen Partnern der Transportkette, auch jenseits der bisher typischen Rollen im Transportprozess. Dieser Datenaustausch ist die Grundlage für alle datengetriebenen Optimierungen und KI-basierten Anwendungen.

So sollen beispielsweise digitale Begleitdokumente von den Produzenten bis zum Empfänger allen Parteien durch Nutzung des neuen, offenen ONE Record-Standards der IATA verfügbar gemacht werden. Dieser Standard wurde maßgeblich von Lufthansa Cargo mitgestaltet. Ebenso sollen Temperaturdaten, Positionsdaten und Fotos der gesamten Transportkette bereitgestellt werden, um Probleme frühzeitiger zu identifizieren und zu lösen. Dadurch kann Transparenz gesteigert und Prozesse und Kapazitäten durch bessere Vorhersagen und höhere Datenqualität effizienter gestaltet werden. Dies führt letztendlich auch zur Verringerung von CO2-Emissionen.

Der Zusammenschluss unterschiedlicher Akteure, die die gesamte Luftfrachtlogistik inklusive des Vor- und Nachlaufs abdecken, ermöglicht es dem „Digitalen Testfeld Air Cargo“, Blickwinkel und Anforderungen an die Weiterentwicklungen aus der gesamten Branche einzubringen und zu berücksichtigen. Das schafft die Möglichkeit, standortübergreifende Digitalisierungslösungen zu entwickeln und bereitet zugleich den Boden für eine Implementierung in bestehende Prozessabläufe.


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