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Die Schweizer Post braucht neue Ertragsquellen

Copyright: Schweizerische Post AG

Tiefere Zinserträge von PostFinance und weiterhin sinkende Briefmengen: Diese Faktoren beeinflussten die Zahlen der Schweizerischen Post AG im ersten Halbjahr 2019. Der Finanzchef der Post, Alex Glanzmann, sieht Handlungsbedarf.

193 Millionen Franken Gewinn hat die Schweizerische Post AG (in der Folge kurz "Post") bis Mitte 2019 erwirtschaftet und somit 25 Millionen Franken weniger als in der Vorjahresperiode. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) von 269 Millionen Franken sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 19 Millionen Franken. Die tieferen Zinserträge bei PostFinance und die sinkenden Mengen im Briefgeschäft setzen das Ergebnis der Post weiter unter Druck. Als Folge der weiter steigenden Paketmengen ist die Post zudem gefordert, grosse Investitionen bei PostLogistics in die Paketverarbeitung zu tätigen.

Andere Ertragsquellen nötig

Trotz tieferem Ergebnis steht die Post nach wie vor auf einer guten finanziellen Basis. Doch die Geldquelle aus den ertragsstärksten Bereichen der Post – PostMail und PostFinance – droht zu versiegen. Aufgrund dieser Entwicklungen hat die Post mit verschiedenen Szenarien ihre finanzielle Lage bis im Jahr 2030 neu beurteilt. «Das Ergebnis zeigt, dass die Post neue Ertragsquellen braucht, um auch weiterhin mit eigenen Mitteln und ohne Steuergelder für die Grundversorgung aufzukommen zu können», sagt Alex Glanzmann, Finanzchef der Post. Er verdeutlicht: «Wenn sich nichts ändert, kann die Post die Grundversorgung mittelfristig nicht mehr selbst finanzieren». Die Post will für die Grundversorgung auch in Zukunft selbst aufkommen. Dazu braucht es ausgewogene Rahmenbedingungen mit einerseits Pflichten der Post als Service-Public-Unternehmen und andererseits unternehmerischem Spielraum, damit die Post gegenüber Wettbewerbern konkurrenzfähig ist und so die nötigen Mittel für die Grundversorgung überhaupt erst erwirtschaften kann.


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