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Die Kupplungsrevolution wird eingeläutet

Foto: Müller
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Die Digitale Automatische Kupplung wird den Bahngüterverkehr grundlegend verändern. Verkehr hat den DAK-Prototypen bei der Präsentation in Wien genau unter die Lupe genommen.

Ab 2030 bahnt sich im europäischen Bahngüterverkehr eine neue Ära an: Ab diesem Zeitpunkt sollen Güterzüge europaweit nicht mehr händisch, sondern automatisch gekuppelt werden. Möglich wird das mit der Digitalen Automatischen Kupplung, kurz DAK genannt. Wie das praktisch funktionieren soll, war vor kurzem erstmals in Österreich in Wien am DAK-Demonstratorzug zu besichtigen. Die DAK ist eine Mittelpufferkupplung, die automatisch die Waggons miteinander verbindet bei gleichzeitiger Durchkupplung des Stroms und aller für den Zug relevanten digitalen Daten.

Game Changer
Für Andreas Matthä, CEO der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB Holding), ist diese Kupplung eine wirkliche Revolution, die helfen wird, per saldo mehr Güter auf die Schiene zu bringen und den Bahnbetrieb sicherer zu machen. Denn so müssen die Waggons nicht mehr von Menschenhand miteinander verbunden werden. „Sie ist der Game Changer und katapultiert uns technologisch in das 21. Jahrhundert“, so der ÖBB- Chef in euphorischem Tonfall.

Der Demonstrator-Zug bietet die Möglichkeit, einzelne Prototypen in der Praxis zu testen; bis 2025 soll dann die Forschungs- und Entwicklungsarbeit abgeschlossen sein und ein einheitlicher Standard definiert werden.

Die DAK löst die alte noch aus Kaiserzeiten stammende Schraubenkupplung ab, bei der mühevoll eine 20 Kilogramm schwere Schraube angehoben werden muss, um die Waggons miteinander zu verbinden. Ein Verschieber im heutigen Bahnbetrieb muss bislang in einer Schicht 300-mal diesen mühevollen Schraubvorgang unter den Puffern durchführen. Das ist im heutigen effizienzorientierten Bahnbetrieb unwirtschaftlich und außerdem ein nicht ungefährlicher Job.

2030 als Zielvorgabe
Das europäische Konsortium DAC4EU (Digital Automatic Coupling for Europe) testet mit dem Demonstratorzug derzeit auf Fahrten durch ganz Europa die technische Machbarkeit der DAK. Bis 2030 soll eine Standardversion erarbeitet und dann in tausende Güterwagen implementiert werden. Bei dem DAC4EU-Konsortium mit von der Partie sind neben der ÖBB Rail Cargo Group auch DB Cargo sowie SBB Cargo und die Güterwagen- vermieter Ermewa, GATX Rail Europe und VTG.


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Der Podcast der Internationalen Wochenzeitung Verkehr in Kooperation mit Julia Schütze.

Hören Sie hier das Interview mit Andreas Matthä, CEO der ÖBB Holding.

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