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Dekarbonisierung des Schwerlastfernverkehrs geht voran

Eröffnung der LNG-Tankstelle am Walserberg (v.l.n.r.): Saghi Naglis (Mobility Manager Shell Austria), Florian Linsinger (LNG Business Development Manager), Tamara Christ (Geschäftsführerin ASFINAG Service GmbH), Sabine Hauser (Geschäftsführerin Shell Austria GmbH), Andreas Hasenöhrl (Bürgermeister Wals-Siezenheim) und Hans Jörg Einfalt (Sales Manager DACH).
Fotos: Hofer&Hofer
Fotos: Hofer&Hofer

Shell Austria eröffnet die zweite (Bio-)LNG-Tankstelle in Salzburg am Walserberg. Die neue Station kann täglich 200 Lkw mit LNG (und in Zukunft auch mit Bio-LNG) versorgen und leistet einen Beitrag zur Reduktion der Emissionen im Schwerlastfernverkehr in Österreich.

„Als eines der wichtigsten Transitländer Europas spielt Österreich eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Mobilitätswende. Die Eröffnung der zweiten LNG-Tankstelle in Salzburg ist ein wichtiger Schritt, um den Schwerlastfernverkehr in Österreich zu dekarbonisieren. LNG ermöglicht eine Reduzierung der CO2-Emissionen im Vergleich zu Diesel, und Bio-LNG bietet noch größeres Potenzial für die CO2-Bilanz“, erklärt Sabine Hauser, Geschäftsführerin der Shell Austria.

LNG bzw. Bio-LNG
LNG (Liquefied Natural Gas) ist verflüssigtes tiefkaltes Erdgas, dessen Einsatz im Schwerlastfernverkehr bis zu 22 Prozent weniger CO2-Emissionen gegenüber Diesel ermöglicht, wenn es aus fossilem Erdgas besteht.
Wird Bio-LNG verwendet, kann eine noch bessere CO2-Bilanz erreicht werden. Der als Bio-LNG bezeichnete Kraftstoff ist verflüssigtes Biomethan, eine Art gereinigtes Biogas, das aus landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt wird. Zwar stößt auch Bio-LNG bei der Verbrennung CO2 aus, da es sich um das gleiche chemische Produkt handelt, jedoch ist auf Grund der Herstellung von Bio-LNG aus natürlichen Reststoffen insgesamt betrachtet die CO2-Bilanz wesentlich nachhaltiger.

Anlage für die Gasverflüssigung
Im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland entsteht eine Gasverflüssigungsanlage für Lkw-Kraftstoff auf Basis von Biomethan und Gas. In der Anlage wird das Gas auf -162 °C gekühlt und zu Bio-LNG verflüssigt. In speziellen Tanklastern wird es dann zu Shell-LNG-Tankstellen transportiert. Die Anlage erschließt Potenzial für Treibhausgasminderungen von bis zu einer Million Tonnen CO2 im Straßengüterfernverkehr und wird auch die LNG-Tankstellen in Österreich zukünftig mit Bio-LNG versorgen.

Höherer LNG-Bedarf erwartet
Der kürzlich veröffentlichte Shell LNG Outlook prognostiziert einen Anstieg der weltweiten Nachfrage nach LNG bis zum Jahr 2040 um mehr als 50 Prozent, da die Industrie-Umstellung von Kohle auf Gas in China an Fahrt gewinnt und süd- und südostasiatische Länder mehr LNG zur Unterstützung ihres Wirtschaftswachstums verwenden.


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