News

Automatisierter Transport von Großladungsträgern

Foto: Still Gmbh
Behälter mit einem Gewicht von einer Tonne müssen in fünf Meter Höhe eingelagert werden. Das war eine der Herausforderungen des Innovationsprojektes von Audi.
Foto: Still Gmbh

Automobilhersteller Audi hat ein Innovationsprojekt für seine Vision einer Smart Factory präsentiert.

Auf dem Audi Summit in Barcelona hat der Automobilhersteller sein Innovationsprojekt präsentiert: Ein automatisierter Transport von Großladungsträgern vom Hochregallager bis zu den Verpackungslinien. Von dort aus werden Produktionsstandorte in mehreren Kontinenten mit Fahrzeugkomponenten beliefert. Das Projekt ist das Ergebnis einer Partnerschaft mit Still und Dematic Egemin.

Im Mai erfolgte im Ingolstädter CKD-Logistikstandort (Completely Knocked Down) von Audi die operative Inbetriebnahme einer Automatisierungslösung, die der Autobauer gemeinsam mit den obgenannten Partnern entwickelt hat und die im Dezember in den Regelbetrieb übergehen soll. Bei der CKD-Logistik werden für die Autoproduktion notwendige Komponenten und Baugruppen aus Logistikzentren versandt und erst im Importland zu fertigen Fahrzeugen montiert. Entsprechend wichtig ist hier ein reibungsloses und effizientes Lasthandling.

Zwei wesentliche Herausforderungen stehen im Zentrum des Projekts. Die erste ist die Varianz der Ladungsträger: Insgesamt 12 verschiedene Ladungsträgertypen gilt es, automatisiert ein- und auszulagern. Herausforderung Nummer zwei besteht in der Kommunikation zwischen den automatisierten Staplern und den IT-Systemen von Audi.

Auch die Resttragfähigkeit spielte eine Rolle, wie Stefan Meier, zuständiger Logistik-Planer bei Audi, hinzufügt: "Behälter mit einem Gewicht von einer Tonne müssen in fünf Meter Höhe eingelagert werden." Hier kommt der Still FM-X Schubmaststapler zum Einsatz, der in 13 Meter Höhe noch eine Resttragfähigkeit von einer Tonne bietet. Mit den in Ingolstadt verpackten Teilen beliefert Audi die Produktionsstandorte in China, Indien, Brasilien und Mexiko, wo sie unter anderem in den Audi-Modellen A3, A4, A6 und Q5 verbaut werden.

Von dem Innovationsprojekt verspricht sich Audi neben einer Flächeneinsparung, einer Erhöhung der Logistikleistung und einer Steigerung der Verpackungskapazität auch mehr Flexibilität. Dabei fungiert der Ingolstädter CKD-Logistikstandort als Competence Center, in dem der Automobilhersteller den praktischen Mehrwert innovativer Lösungen testet. Erweist sich das Pilotprojekt mit den automatisierten Schubmaststaplern als Erfolg, plant Audi, eine Automatisierung weiterer Prozesse in Ingolstadt zu prüfen und sie auf andere Standorte auszuweiten.


Das könnte Sie auch noch interessieren
Foto: First-DDSG Logistics Holding

Das Dock ermöglicht es der First-DDSG Logistics Holding, Wartungen und Reparaturen selbstständig und flexibel durchzuführen.

Weiterlesen

In der ersten Jahreshälfte 2022 hat cargo-partner sein Netzwerk von Büro- und Lagerstandorten in China vergrößert und neue Schienen- und…

Weiterlesen

DB Schenker gibt bekannt, in Zusammenarbeit mit dem Leasing-Start-Up hylane schrittweise eine mit wasserstoffbetriebene Flotte von…

Weiterlesen
Foto: SIS Informatik / Foto Wilke

Mit der innovativen Frasped-Tracking-Web-App lassen sich Sendungen simpel mobil steuern und verfolgen. Peter P. Blöschl, Geschäftsführer von SIS…

Weiterlesen
Foto: Privat

Ob Valentinstag, Black Friday oder saisonale Schwankungen wie das Weihnachtsgeschäft: Sowohl im B2C- als auch im B2B-Handel führen Nachfrage-Peaks zu…

Weiterlesen

Nach einer pandemiebedingten zweijährigen Pause fand heuer der 37. BVL-Logistik-Dialog statt. Logistiker und Verlader diskutierten über neue…

Weiterlesen
Foto: Alexander Winter

DB Schenker in Österreich und Südosteuropa floriert, wie CEO Alexander Winter erklärt. Ein Gespräch über den 150. Geburtstag des Unternehmens,…

Weiterlesen
Foto: Martin Granadia / SCHIG mbH

Melanie Graf, Team­leiterin der SGV-Förderungen bei der SCHIG mbH, und ihre für die Logistikförderungen verantwortliche Kollegin, Katharina Kurat,…

Weiterlesen
Foto: Dachser

Das Unternehmen nimmt einen neuen Warehouse-Standort in Betrieb.

Weiterlesen
Foto: TrailerPort

Stack-X ermöglicht die Stapelung von Trailern und Containern.

Weiterlesen

Schon gehört?

Der Podcast der Internationalen Wochenzeitung Verkehr in Kooperation mit Julia Schütze.

Hören Sie hier das Interview mit Andreas Matthä, CEO der ÖBB Holding.

Wenn Sie externe Inhalte von w.soundcloud.com aktivieren, werden Daten automatisiert an diesen Anbieter übertragen.

Termine

VNL Logistik-Forum Graz

Datum: 04. Juli 2022

Südhafenforum

Datum: 15. September 2022

InnoTrans 2022

Datum: 20. September 2022 bis 23. September 2022
Ort: Berlin, Deutschland

VNL Logistik-Forum Bodensee

Datum: 22. September 2022
Ort: Festspielhaus Bregenz

Mehr Termine

Verkehr im Austria Kiosk

Aktuelle ePaper-Ausgaben der Wochenzeitung Verkehr können Sie direkt im Austria Kiosk kaufen.