Der Standort Radfeld soll auch künftig eine zentrale Rolle spielen. | © Schmitz Cargobull
Der Trailerhersteller Schmitz Cargobull übernimmt die Berger Fahrzeugtechnik Ges.m.b.H. aus Tirol zu 100 Prozent. Nachdem der deutsche Marktführer bereits 2024 mit 49 Prozent eingestiegen war, folgt nun der vollständige Erwerb – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Mit der Integration soll insbesondere die Leichtbau-Kompetenz der Marke BERGERecotrail stärker in das europaweite Produktions- und Servicenetz von Schmitz Cargobull eingebunden werden.
Leichtbau trifft industrielle Skalierung
Berger Fahrzeugtechnik gilt als Spezialist für besonders leichte Chassis im Trailerbau. Diese ermöglichen es Transportunternehmen, die Nutzlast zu erhöhen und gleichzeitig Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu senken.
Durch die vollständige Übernahme will Schmitz Cargobull diese Technologie künftig breiter skalieren und mit eigenen Aufbaulösungen sowie digitalen Services kombinieren.
„Das, was wir über Jahrzehnte aufgebaut haben, soll sicher und nachhaltig in die Zukunft geführt werden“, erklärt Gerhard Berger, Hauptgesellschafter der Berger Fahrzeugtechnik. Die Entscheidung für den vollständigen Verkauf sei daher „leichtgefallen“.
Standort Tirol bleibt Entwicklungszentrum
Der Standort Radfeld soll auch künftig eine zentrale Rolle spielen. Bereits seit dem Einstieg 2024 wurde in Produktion, Entwicklung und Personal investiert. Künftig werden dort Leichtbau-Kompetenzen gebündelt und in das internationale Produktionsnetz integriert.
Für Schmitz Cargobull ist dies ein strategischer Schritt, um Innovation und Serienfertigung enger zu verzahnen.
„Die spannendsten Innovationen entstehen an Schnittstellen“, sagt CEO Oliver Hoffmann. Die Kombination aus BERGERecotrail und der Systemkompetenz des Konzerns schaffe „neue Lösungen mit echtem Mehrwert“.
Konsolidierung im Trailerbau
Die vollständige Übernahme unterstreicht den Trend zur Konsolidierung im europäischen Trailerbau. Hersteller setzen verstärkt auf Spezialisierung und Integration, um Effizienzpotenziale zu heben und auf steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu reagieren.
Mit der Einbindung der Tiroler Leichtbau-Technologie stärkt Schmitz Cargobull seine Position in einem Markt, der zunehmend von Innovation und Skaleneffekten geprägt ist.
Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.
