Im Zentrum des Projekts stand eine durchgängige Transportkette aus Straßen-, Binnen- und Seeverkehr. | © Rhenus Group
Die Rhenus Gruppe hat ein großvolumiges Industrieprojektlogistik-Vorhaben von Österreich in die USA abgeschlossen. Der multimodale Transport umfasste Anlagenkomponenten und Prozessequipment für den Aufbau einer Produktionsanlage und erforderte eine enge Abstimmung mehrerer internationaler Einheiten.
Im Zentrum des Projekts stand eine durchgängige Transportkette aus Straßen-, Binnen- und Seeverkehr. Insgesamt wurden rund 2.840 Kubikmeter Stückgut sowie mehrere Container bewegt. Aufgrund enger Zeitvorgaben und der sensiblen Fracht lag der Fokus auf stabilen Abläufen und durchgängiger Kontrolle entlang der gesamten Route.
Krems als logistischer Drehpunkt
Eine Schlüsselrolle übernahm der Donauhafen Krems, der als trimodales Logistikzentrum fungierte. Dort wurden die Güter gebündelt, umgeschlagen und für den Export vorbereitet. Von Krems aus erfolgte der Weitertransport per Binnenschiff nach Antwerpen, wo die Verladung auf Seeschiffe Richtung USA stattfand.
Die transatlantische Strecke führte zum Hafen Norfolk (Virginia), von dort ging es weiter zum finalen Bestimmungsort in North Carolina. Die Koordination der Transportkette lag zentral bei Rhenus in Österreich.
„Unser Beitrag zu diesem Projekt unterstreicht die strategische Rolle, die Österreich innerhalb des globalen Rhenus Netzwerks einnimmt“, sagt Thomas Doblinger, Managing Director Rhenus Logistics Austria. Krems habe sich dabei als „leistungsstarker Binnenhub“ erwiesen.
Netzwerklogistik als Erfolgsfaktor
Das Projekt verdeutlicht die wachsende Bedeutung integrierter Logistiklösungen bei komplexen Industrievorhaben. Mehrere Rhenus-Geschäftsbereiche arbeiteten entlang der gesamten Transportkette zusammen – von der Vorholung über die Binnenschifffahrt bis zur Seefracht und finalen Zustellung.
„Projekte dieser Größenordnung lassen sich nur durch nahtlose, regionsübergreifende Zusammenarbeit realisieren“, betont Patrick Schaeffer, Regional CEO bei Rhenus.
Auch die Kombination verschiedener Verkehrsträger spielte eine zentrale Rolle. Der Einsatz der Binnenschifffahrt gilt dabei als wichtiger Baustein für effizientere und zugleich emissionsärmere Transporte.
„Durch den Einsatz multimodaler Transporte […] konnten wir eine sichere, termingerechte und effiziente Lieferung […] gewährleisten“, sagt Moritz Becker, VP Director Rhenus Project Logistics.
Mit dem abgeschlossenen Projekt stärkt Rhenus seine Position im Bereich internationaler Projektlogistik – insbesondere bei komplexen, zeitkritischen Transporten zwischen Europa und Nordamerika.
