Ein Großteil der Elektro-Lkw wird am Standort Inzersdorf geladen. | © Robert Harson/REWE Group
Sechs weitere E-Lkw für Wien und Umgebung
Die REWE Group Österreich baut den Einsatz batterieelektrischer Lkw deutlich aus. Nach drei Ende 2024 in den Fuhrpark aufgenommenen Fahrzeugen kommen sechs weitere hinzu. Damit wächst die E-Lkw-Flotte auf insgesamt neun Fahrzeuge, die vorwiegend im Großraum Wien für BILLA, BIPA, PENNY und ADEG eingesetzt werden.
Ausschlaggebend für die Erweiterung sind die bisherigen Erfahrungen im laufenden Logistikbetrieb. Jeder der drei bereits eingesetzten E-Lkw legt nach Unternehmensangaben durchschnittlich rund 58.000 Kilometer pro Jahr zurück und kann bis zu 20 Stunden täglich im Einsatz sein.
„Die Erweiterung von drei auf neun E-LKW zeigt, dass sich Elektromobilität in der Handelslogistik im täglichen Betrieb bewährt“, sagt Christian Hörner, Geschäftsführer Lager & Transport der REWE International AG. Gerade im Stadtverkehr seien die Fahrzeuge aufgrund des leisen Antriebs und ihrer Eignung für Stop-and-go-Verkehre von Vorteil.
144 Tonnen CO₂ weniger mit drei Fahrzeugen
Auch bei den Emissionen zieht REWE eine positive Zwischenbilanz. Die bisherige Flotte aus drei Elektro-Lkw spart nach Berechnungen des Unternehmens gegenüber vergleichbaren Dieselfahrzeugen mit entsprechender Jahresfahrleistung rund 144 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.
Eine wesentliche Voraussetzung für den Betrieb ist die eigene Ladeinfrastruktur. REWE hat dafür Ladestationen an seinen Logistikstandorten aufgebaut. Ein Großteil der Elektro-Lkw wird am Standort Inzersdorf geladen. Kurze Touren im Ballungsraum und ein darauf abgestimmtes Lademanagement ermöglichen laut Unternehmen die hohe tägliche Einsatzdauer.
Der Ausbau bleibt vorerst allerdings auf einen kleinen Teil des gesamten Fuhrparks beschränkt. Für REWE Österreich sind insgesamt 369 Lkw und 207 Anhänger unterwegs. Rund 700 Fahrer:innen arbeiten an zehn Logistikstandorten. Allein in Wien werden rund 620 Märkte beliefert.
Fahrer:innen werden für Elektro-Lkw geschult
Mit der Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge verändern sich auch die Anforderungen an das Fahrpersonal. Vor ihrem ersten Einsatz erhalten die Fahrer:innen interne Schulungen zur Ladeinfrastruktur sowie zu einer Fahrweise, die Energieverbrauch und Reichweite berücksichtigt.
Die Erweiterung auf neun Fahrzeuge zeigt damit zugleich, wo REWE derzeit die geeigneten Einsatzbedingungen für schwere Elektrofahrzeuge sieht: in planbaren urbanen Verteilerverkehren mit eigener Ladeinfrastruktur. Für die Handelslogistik könnte dieses Betriebsmodell zunehmend relevant werden, wenn Elektro-Lkw aus einzelnen Pilotprojekten in größere Flotten überführt werden.
