Die erfolgreiche Durchführung erforderte höchste Präzision. | © Prangl
Das neue Hallstätter Linienschiff „Stefanie III“ wurde in der Schiffswerft Linz gebaut und anschließend in einer nächtlichen Transportaktion nach Steeg bei Bad Goisern gebracht. Das 25 Meter lange, 5,5 Meter breite und mehr als fünf Meter hohe Fahrgastschiff zählt zu den modernsten seiner Art in Österreich. Es verfügt über einen dieselelektrischen Antrieb, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie eine Wärmepumpe für den Ganzjahresbetrieb.
Neben dem Transport übernahm Prangl auch den technisch anspruchsvollsten Teil des Projekts: das Einheben des Schiffes in den Hallstättersee.
Präzisionsarbeit mit 700-Tonnen-Kran
Als idealer Standort für den Hub erwies sich ein Parkplatz an der B166 in Steeg. Dort konnte der eingesetzte 700-Tonnen-Teleskopkran aufgebaut werden. Die Wahl des Krans war auch den besonderen Bedingungen geschuldet: Aufgrund des niedrigen Wasserstands des Hallstättersees musste mit großen Ausladungen gearbeitet werden.
Vor dem eigentlichen Hub wurde zunächst das separat transportierte Steuerhaus wieder auf dem Schiff montiert. Anschließend hob der Kran das rund 44 Tonnen schwere Schiff vom Tieflader. Mit einer Hublast von 46 Tonnen und einer Hubhöhe von bis zu 25 Metern wurde die „Stefanie III“ über das Ufer hinweg in Richtung Wasser geschwenkt.
Schiff nahm Fahrt aus eigener Kraft auf
Zunächst setzte der Kran das Schiff rund 15 Zentimeter tief ins Wasser. Durch den zunehmenden Auftrieb verringerte sich das tatsächliche Hubgewicht, sodass das Schiff weiter ins tiefere Wasser bewegt werden konnte. Bei einer maximalen Ausladung von 42 Metern wurde die „Stefanie III“ schließlich vollständig zu Wasser gelassen und von den Hebegurten gelöst.
Die erfolgreiche Durchführung erforderte höchste Präzision, da das Schiff unbeschadet ins Wasser gebracht werden musste. Nach dem Einhub konnte die „Stefanie III“ unmittelbar mit eigener Motorkraft manövrieren und wie geplant ihren Betrieb auf dem Hallstättersee aufnehmen.
