Der Ausbau erfolgt auf dem bestehenden Areal, ohne zusätzliche Flächenversiegelung. | © Post/Kolarik Andreas
Die Österreichische Post erweitert ihr Logistikzentrum in Salzburg und investiert dafür 55 Millionen Euro. Mit dem Ausbau in Wals-Siezenheim soll die Sortierleistung auf bis zu 24.000 Pakete pro Stunde steigen – eine Verdreifachung der bisherigen Kapazität. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Der Umbau erfolgt bei laufendem Betrieb und wird durch das Logistikzentrum in Thalgau unterstützt. Hintergrund ist das anhaltende Wachstum im Paketgeschäft sowie der Modernisierungsbedarf der bestehenden Anlage.
Technologischer Ausbau für steigende Paketmengen
Das mehr als 25 Jahre alte Logistikzentrum stößt zunehmend an seine Grenzen – sowohl technisch als auch räumlich. Mit dem Neubau setzt die Post auf automatisierte Systeme und neue Sortiertechnologien.
„Der Ausbau in Salzburg ist ein technologischer Sprung nach vorne“, sagt Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik bei der Österreichischen Post. Erstmals in Europa soll dabei ein sogenannter Matrixsorter eingesetzt werden, der Pakete flexibler und platzsparender verteilt als klassische Systeme.
Ergänzt wird die Anlage durch automatisierte Lösungen wie einen AutoUnloader zum Entladen von Wechselaufbauten sowie zusätzliche Fördertechnik für unterschiedliche Paketgrößen.
Standort- und Netzwerkausbau
Mit der Investition stärkt die Post nicht nur den Standort Salzburg, sondern ihr gesamtes Logistiknetzwerk in Österreich. Die Anlage gilt als zentrale Drehscheibe im Westen des Landes.
„Wir investieren gezielt, um unsere Servicequalität langfristig abzusichern und für weiteres Paketwachstum bestens gerüstet zu sein“, sagt Generaldirektor Walter Oblin.
Auch politisch wird das Projekt als wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort bewertet. „Ein starker Standort braucht eine ausgebaute, moderne und verlässliche Logistik“, betont Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Fokus auf Nachhaltigkeit und Flächeneffizienz
Der Ausbau erfolgt auf dem bestehenden Areal, ohne zusätzliche Flächenversiegelung. Durch Nachverdichtung und ein neues Untergeschoss wird die Nutzfläche auf knapp 25.000 Quadratmeter erhöht.
Parallel setzt die Post auf energetische Maßnahmen: Geplant sind unter anderem eine Photovoltaikanlage mit 880 kWp Leistung, thermische Sanierungen sowie ein begrüntes Dach und Fassaden.
„Damit verbinden wir betriebliche Effizienz mit einem klaren Bekenntnis zu Nachhaltigkeit“, sagt Finanzvorständin Barbara Potisk-Eibensteiner.
Mit dem Projekt reagiert die Österreichische Post auf steigende Anforderungen im Paketmarkt – und setzt zugleich auf Automatisierung und nachhaltige Infrastruktur als zentrale Zukunftsfaktoren.
