Der Terminal liegt in Mittelmähren und gilt als wichtiger Knotenpunkt zwischen Straße und Schiene. | © ÖBB Martin Křižka
Mit der Modernisierung reagiert die RCG auf bisherige Kapazitätsengpässe am Standort. Das Terminalgelände wurde um rund 17.100 Quadratmeter erweitert und umfasst nun insgesamt etwa 36.000 Quadratmeter. Gleichzeitig wurden Manipulations- und Lagerflächen ausgebaut, der Zugang zu den Gleisen verbessert und neue Umschlagtechnik installiert.
Die Kapazität liegt künftig bei rund 3.000 TEU. Dadurch sollen Sendungen schneller abgefertigt, höhere Zugfrequenzen ermöglicht und zusätzliche Flexibilität für Kunden geschaffen werden. Erstmals können am Standort auch Sattelauflieger umgeschlagen werden.
Drehscheibe für neue Verkehrsverbindungen
Der Terminal liegt in Mittelmähren und gilt als wichtiger Knotenpunkt zwischen Straße und Schiene. Die ÖBB Rail Cargo Group plant von Přerov aus neue Verbindungen zu den Adriahäfen Koper und Rijeka sowie die stärkere Einbindung in zentraleuropäische und euroasiatische Güterkorridore.
„Přerov sehen wir als zentralen Punkt für die weitere Entwicklung des kombinierten Verkehrs in Mitteleuropa“, sagt Christoph Grasl, Vorstand der ÖBB Rail Cargo Group. Ziel sei eine „robuste und flexible Logistikinfrastruktur“, die auch bei schwankenden globalen Lieferketten Stabilität bietet.
Beitrag zur Verkehrsverlagerung
Mit dem Ausbau soll auch die Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene vorangetrieben werden. Die Europäische Union kofinanziert das Projekt. Mehr Angebote im kombinierten Verkehr sollen CO₂-Emissionen reduzieren und gleichzeitig die Straßeninfrastruktur entlasten.
Der Standort verfügt über eine lange Tradition: Bereits in den 1970er-Jahren gehörte der damalige Terminal zu den wichtigsten Knotenpunkten des kombinierten Verkehrs in der Tschechoslowakei. Während viele vergleichbare Anlagen nach 1990 verschwanden, entwickelte sich Přerov aufgrund seiner strategischen Lage kontinuierlich weiter und zählt heute zu den bedeutendsten intermodalen Standorten in Mähren.
